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ALT///////////// Swiss: 700 Stellen weg, 20 Flugzeuge weg

Die Swiss-Flotte wird um 20 Flugzeuge verkleinert. Keystone

Die Airline Swiss wird 700 Stellen streichen und 20 Flugzeuge still legen. 48 unrentable Strecken sollen eingestellt werden. Das hat das Management am Dienstagabend angekündigt.

Konzernchef André Dosé erliess weiter eine Gewinnwarnung.

Erst drei Monate liegt das letzte Sparprogramm zurück, dem 200 Stellen und acht Flugzeuge zum Opfer fielen. Am Dienstagabend hat Swiss-Präsident Pieter Bouw vor den Medien den nächsten Abbau bekannt gegeben: Je 200 Angestellte in Cockpit und Kabine und 300 beim Bodenpersonal und im Management; insgesamt 700 Stellen.

Kleinere Flotte, weniger Flüge

Die Flottenreduktion betrifft 17 Regionalflugzeuge, zwei Boeing MD-83 und einen Airbus A321. Damit verfügt die Europaflotte noch über höchstens 84 Flugzeuge.

Frequenzen werden nach insgesamt 48 Destinationen ab Zürich, Basel, Genf, Bern und Lugano reduziert. Die Änderungen werden auf den Beginn des Sommerflugplans ab Ende März dieses Jahres wirksam.

Gewinnwarnung

Die Swiss wich gleichzeitig von ihrem bei der Gründung aus den Trümmern der Swissair-Gruppe formulierten Ziel ab: Die Airline sei nicht in der Lage, am Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses im laufenden Jahr festzuhalten, erklärte der Verwaltungsrat.

Verantwortlich machte das Management dafür die schlechte Wirtschaftslage und die tiefgreifende Krise in der Branche. Eine Prognose für das Ergebnis sei auf Grund der unsicheren Entwicklung zurzeit nicht möglich.

Unterschiedliche Reaktionen

Schockiert und betroffen reagierten die Gewerkschaften. Unter anderem wurde die Rettung möglichst vieler Stellen, etwa durch Teilzeitarbeit, gefordert.

Mit Sorge nahmen die Flughäfen Zürich-Kloten und Basel-Mülhausen die Nachricht zur Kenntnis. Die Regierungen beider Basel zeigten sich verärgert über die starke Reduktion des Angebots am Flughafen Basel.

Der Abbau der Regionalflotte sei auf Grund des Überangebots zu erwarten gewesen und auch nötig, hiess es dagegen bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich.

Der Bund machte klar, dass die Swiss von ihm kein zusätzliches Geld erhalte, auch nicht für Sozialpläne. Die Bundesratsparteien zeigten Verständnis für die Redimensionierung, kritisierten aber überwiegend den späten Zeitpunkt.

swissinfo und Agenturen

Die Swiss wird 700 Stellen abbauen: 200 im Cockpit, 200 in der Kabine und 300 am Boden und im Management. Die Gewerkschaften sprechen von Massenentlassungen. Schon im November hatte die Swiss 200 Stellen gestrichen.

20 Flugzeuge sollen still gelegt werden: ein Airbus A321, zwei Boeing MD-83 und 17 Regionalflugzeuge.

Frequenzen ab allen Schweizer Flughäfen werden verringert, mehrere Destinationen ganz gestrichen. Dies ab 30. März.

Das Swiss-Management warnt, das gesteckte Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses sei nicht fürs Jahr 2003 zu realisieren.

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