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Ascom mit Millionen-Verlust

Gegenwärtig gilt für den ganzen Konzern ein Stellen- und Investitionsstopp. Keystone

Der Telekommunikations-Konzern wird 2001 mit einem Verlust in dreistelliger Millionenhöhe abschliessen. Die Verschuldung stieg von 700 auf 800 Mio. Franken.

Laut Konzernchef Urs Fischer wird das operative Ergebnis vor Sonderkosten nahe bei Null landen. Der hohe Verlust sei vor allem eine Folge bedeutender Sonderkosten. So reisse allein der Verkauf der stark defizitären Sparte Terminals ein Loch von 150 Mio. Franken in die Ascom-Kasse.

Hinzu kämen ausserordentliche Abschreibungen auf Lager in der Sparte Energy Systems von rund 30 Mio. Franken. Einen Betrag in gleicher Höhe verschlängen die Sozialpläne für den Abbau von 1100 Stellen. Ferner sei ein Systemintegrations-Projekt neu beurteilt worden, und auch die schwache Konjunktur hinterlasse Spuren.

Analysten erwarten, dass Ascom für 2001 einen Verlust von mindestens 230 Mio. Franken. ausweisen wird. Die Prognose von Daniele Tedesco, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, lautet gar auf 376 Mio. Franken. Fischer kommentierte diese Zahlen nicht.

Investitions-Stopp

Im kommenden Jahr rechne Ascom wieder mit einem positiven Cash-Flow, sagte Fischer. Die Kostenbremse werde Wirkung zeigen. Für den gesamten Konzern gelte derzeit ein Stellen- und Investitionsstopp. Auch der Stellenabbau schlage zu Buche.

Ferner gebe es eine Nullrunde bei den Löhnen der obersten vier Kaderstufen. Natürlich finde dies nicht überall Beifall. «Ich bin nicht da, um populär zu sein. Ich will Ascom endlich auf Erfolgskurs bringen. Da braucht es eine gewisse Härte», sagte Fischer.

Verbessern dürfte sich die angespannte Liquiditätslage. Der Verkauf der Sparte Mailing-Systems werde netto rund 280 Mio. Franken in die Kasse bringen. Damit wolle Ascom vor allem die Verschuldung, die von 700 auf 800 Mio. Franken. gestiegen ist, wieder verringern.

swissinfo und Agenturen

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