Ascom will Powerline Communications auf den Markt bringen
Der Telekommunikationskonzern Ascom will die Datenübertragung über das Stromnetz, die sogenannte Powerline Communications, im Frühjahr 2001 im Markt einführen. Derzeit werden mit Feldversuchen die letzten praktischen Erfahrungen gewonnen.
Der Telekommunikationskonzern Ascom will die Datenübertragung über das Stromnetz, die sogenannte Powerline Communications, im Frühjahr 2001 im Markt einführen. Derzeit werden mit breit angelegten Feldversuchen die letzten praktischen Erfahrungen gewonnen, wie der Konzern am Donnerstag (23.03.)mitteilte.
Die Telekommunikation über Stromleitungen ist für Ascom ein zukunftsträchtiger Schwerpunkt. Nach dem 1999 erfolgreich abgeschlossenen Feldversuch in Deutschland werde nun die nächste Phase eingeleitet. Mit neuem Material würden die letzten praktischen Erfahrungen gewonnen, bevor die Serienproduktion im Frühjahr 2001 definitiv im Markt eingeführt werde.
Ascom schloss mit Energieversorgungs- und Telecomunternehmen in elf europäischen Ländern und in Singapur Zusammenarbeitsverträge für Feldversuche ab. Diese seien nötig, weil sich die Stromversorgungseinrichtungen von Land zu Land in vielen technischen, konstruktiven sowie regulatorischen Eigenschaften unterschieden.
Die neue Technologie kann laut Ascom in Ländern, in denen bisher nur ein geringer Prozentsatz der Bewohner über einen Telefonanschluss verfügen, zu einer Ausweitung der Telekommunikationsanschlüsse führen.
20 mal schneller als ISDN
Laut Ascom ist die Telefonie über das Stromnetz 20 mal schneller als ISDN, was insbesondere für das Arbeiten mit dem Internet wichtig sei. Zudem könnten viele zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden. Interessant sei die Technologie auch für die sogenannt letzte Meile vom Quartiertransformator bis in den Haushalt, weil damit die bestehenden Kupferkabel umgangen werden könnten.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch