Bundesrat plant Steuergeschenke und Amnestie
Die Schweizer Regierung will Familien steuerlich entlasten und plant eine Steueramnestie. Steuerausfälle von 900 Milliarden werden dafür in Kauf genommen. Die geplanten Massnahmen gehen zunächst in die Vernehmlassung.
Die Schweizer Regierung will Familien steuerlich entlasten und plant eine Steueramnestie. Steuerausfälle von 900 Milliarden werden dafür in Kauf genommen. Die geplanten Massnahmen gehen zunächst in die Vernehmlassung.
Familien sollen entlastet, der Umsatzstempel bei Wertschriften-Transaktionen reduziert, die Besteuerung des Eigenmietwertes abgeschafft werden. Der Bundesrat will dafür eine gute Milliarde aufwerfen.
Finanzminister Kaspar Villiger präsentierte am Montag (13.03.) ein Dreierpaket von Steuerreformen, die zwar einzeln in die Vernehmlassung gegeben, aber in einer gemeinsamen Botschaft dem Parlament zugeleitet werden sollen.
Eltern von minderjährigen Kindern und Kindern in Ausbildung sollen gegenüber heute und gegenüber Konkubinatspaaren besser gestellt werden. Weil die Kosten dafür nicht von den Alleinstehenden bezahlt werden sollen, ist der Bundesrat bereit, dafür Steuerausfälle von 900 Millionen in Kauf zu nehmen.
Um die Abwanderung von Geschäften ins Ausland zu verhindern, soll die Umsatzabgabe auf Wertschriften-Transaktionen zu einem Viertel abgeschafft werden. Hier will der Bundesrat auf Einnahmen von 500 Millionen verzichten. Der Systemwechsel bei der Besteuerung von Wohneigentum soll dagegen 200 Millionen einbringen.
Schliesslich schlägt der Bundesrat unter dem Motto «Mit gutem Gewissen ins nächste Jahrhundert» eine allgemeine Steueramnestie vor. Statt einer Strafsteuer soll in einem sehr einfachen Verfahren eine Art pauschale Nachsteuer erhoben werden. Die Vernehmlassung ist für dieses Jahr geplant.
swissinfo und Agenturen
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