Clariant erhöht Reingewinn um sieben Prozent
Der Chemiekonzern Clariant erwartet dieses Jahr einen anhaltenden Aufschwung. Der letztjährige Aufwärtstrend habe sich bestätigt. Clariant zeigte für 1999 einen sieben Prozent höheren Reingewinn von 553 Millionen Franken.
Der Chemiekonzern Clariant erwartet dieses Jahr einen anhaltenden Aufschwung. Der letztjährige Aufwärtstrend habe sich bestätigt, teilte der Konzern am Dienstag (21.03.) mit. Clariant zeigte für 1999 einen gegenüber 1998 sieben Prozent höheren Reingewinn von 553 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen mehr Dividende erhalten.
Der Clariant-Umsatz wuchs gemäss Mitteilung letztes Jahr auf vergleichbarer Basis um lediglich ein Prozent auf 9,053 Milliarden Franken. Anfang 1999 hatten die Verkäufe noch unter den Folgen der Asienkrise sowie unter schleppendem Wachstum in wichtigen Märkten gelitten; im ersten Quartal 1999 wurde ein Umsatzrückgang um acht Prozent verzeichnet, der im Lauf des Jahres und vor allem im vierten Quartal 1999 aufgeholt wurde.
Die Straffung der Produktepalette, der Wegfall des Geschäfts mit Superabsorbern, der Abbau der Handelsaktivitäten und eine Preiserosion im ersten Halbjahr führten insgesamt zur Reduktion des Konzernumsatzes um drei Prozent auf 9,256 Milliarden Franken. Die Gewinnsteigerung um sieben Prozent auf 553 Millionen Franken wurde hauptsächlich auf tiefere Finanzierungskosten und Steuern zurückgeführt. Der Gewinnausweis liegt leicht über den Erwartungen der Finanzanalysten, die im Mittel einen Reingewinn von 549 Millionen Franken vorausgesagt hatten.
Die Reingewinnmarge stieg von 5,4 auf 6,0 Prozent. Der Betriebsgewinn bewegte sich mit 1,082 Milliarden Franken etwa auf Vorjahreshöhe. Der Cash-Flow (selbst erarbeitete Mittel) stieg um 47 Prozent auf 1,044 Milliarden Franken. Die Sachinvestitionen gingen um acht Prozent auf 425 Millionen Franken zurück.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wurde um acht Prozent auf 362 Millionen Franken oder vier Prozent des Umsatzes erhöht. Die Innovationsrate sei deutlich gesteigert worden, heisst es in der Mitteilung; alle Divisionen hätten mehr neue Produkte eingeführt denn je.
Die Aktionäre profitieren von einer höheren Gewinnausschüttung. Der Generalversammlung vom kommenden 18. April wird eine Dividendenerhöhung um elf Prozent auf zehn Franken beantragt.
Ergebnisverbesserung abgeschlossen
Das Ergebnisverbesserungsprogramm im Zusammenhang mit dem Spezialitätenchemie-Geschäft des deutschen Hoechst-Konzerns wurde gemäss Mitteilung Ende 1999 planmässig abgeschlossen.Kostensenkungen und Marktanpassungen seien aber permanente Aufgaben und würden ohne besondere Programme konsequent fortgesetzt.
Besonders erfreulich sei der Abbau des Aufwands für Administration und allgemeine Unkosten um 25 Prozent auf 542 Millionen Franken. Die Beschäftigtenzahl verminderte sich konzernweit um ein Prozent auf 28’993. Der Nettoverschuldungsgrad wurde von 114 auf 80 Prozent gesenkt und betrug weniger als 2,8 Milliarden Franken. Die Eigenkapitalquote stieg auf 32 Prozent.
BTP-Übernahme vor dem Abschluss
Die Übernahme des britischen Feinchemikalienproduzenten BTP steht vor dem erfolgreichen Abschluss, wie Clariant weiter mitteilte. Am vergangenen 10. März besass der Basler Konzern 95,1 Prozent der BTP-Aktien und beantragte bei der Londoner Börse die Dekotierung. Durch die Übernahme entsteht ein weltweit führender Anbieter von Zwischenprodukten und Wirkstoffen für die pharmazeutische und die agrochemische Industrie mit etwa einer Milliarde Franken Umsatz.
swissinfo und Agenturen
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