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Crossair 1999: Mehr Umsatz – weniger Gewinn

Trotz einer Umsatzsteigerung von 14,3 Prozent hat die Fluggesellschaft Crossair im vergangenen Jahr rund 13 Millionen Franken weniger Gewinn erwirtschaftet als 1998. Der Jahresgewinn sank um 20 Prozent von 63,5 Millionen auf 50,7 Millionen Franken.

Trotz einer Umsatzsteigerung von 14,3 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken hat die Fluggesellschaft Crossair im vergangenen Jahr rund 13 Millionen Franken weniger Gewinn erwirtschaftet als 1998. Der Jahresgewinn sank um 20 Prozent von 63,5 Millionen auf 50,7 Millionen Franken, wie die Tochter der SAirGroup am Dienstag (22.02.) mitteilte.

Crossair begründet den Gewinnrückgang insbesondere mit dem schwierigen Umfeld des Luftverkehrsgeschäftes, namentlich mit den stark gestiegenen Treibstoffpreisen, dem Dollarhöhenflug und den sinkenden Durchschnittsergrägen.

Deutlich unter den Erwartungen entwickelte sich das Geschäft laut Crossair in den Monaten November und Dezember 1999. Unter den gegebenen Umständen sei das Ergebnis als beachtlich zu werten, hiess es von Seiten der Crossair weiter.

Gleichzeitig kündigte die SAirGroup-Tochter aber ein Programm zur Steigerung der Ertragskraft an. Das Streckennetz soll nach strengen Kriterien auf die Wirtschaftlichkeit überprüft und angepasst werden.

Die Erschliessung neuer Destinationen und der Ausbau der Frequenzen werden verschoben. Dies gilt laut Mitteilung unter anderem für die neue Verbindung von Basel nach Helsinki sowie für die Mehrfrequenzen von Basel nach Köln und Madrid. Ausgebaut werden demgegenüber die im Auftrag der Swissair durchgeführten Flüge.

Strecken mit ungenügender Ertragslage sollen zusammen mit anderen Partnern bedient oder aufgegeben werden. Als unumgänglich bezeichnete Crossair zudem eine Tariferhöhung wegen der gestiegenen Treibstoffpreise. Weiter sollen Kostensenkungen bei Investitionen sowie beim Betrieb und beim Personal eingeleitet werden.

Die Crossair-Geschäftsleitung befindet sich bereits in einem Arbeitskonflikt mit der Pilotengewerkschaft, in dem es unter anderem um Löhne geht. Von dem Ergebnisverbesserungsprogramm mit dem Namen «Columbus» verspricht sich Crossair eine Ertragsverbesserung um 50 Millionen Franken.

Ausserdem beschloss die Crossair-Führung eine beschleunigte Flottenerneuerung. Zehn Optionen auf brasilianische Unter Embraer-Flugzeuge sollen bereits am 3. März in Festbestellungen umgewandelt werden. Insgesamt sollen 85 Embraer-Flugzeuge für 3,3 Milliarden Franken beschafft werden.

SRI und Agenturen

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