CSG meldet rosige Zukunft
Der Finanzkonzern Credit Suisse Group (CSG) erwartet von der Neuausrichtung eine deutliche Gewinnverbesserung. Die Börse honorierte die Meldung.
Private Banking und Financial Services wurden zusammengelegt und das soll bis in zwei Jahren Ergebnis-Verbesserungen von 600 bis 650 Mio. Franken abwerfen, sagt der Finanzkonzern. Im August war noch mit 400 bis 500 Mio. Franken gerechnet worden. Beim Sachaufwand seien zusätzliche Einsparungs-Möglichkeiten gefunden worden.
Gegenwart «herausfordernd»
Positive Auswirkungen der Neuausrichtung auf die Resultate erwartet die CSG gemäss den Angaben bereits vom ersten Quartal 2002 an. Das laufende vierte Quartal bleibe herausfordernd, hiess es an einer Veranstaltung für Analysten und Investoren.
Schwache Märkte und Transaktions-Volumen verschlechterten das Kreditklima. Das Betriebsergebnis von Credit Suisse First Boston (CSFB) dürfte sich gegenüber dem dritten Quartal 2001, in dem ein Betriebsverlust von gut 200 Mio. Dollar (ca. 330 Mio. Franken) ausgewiesen worden war, nicht verbessern.
Ausserdem lasteten einmalige Restrukturierungs-Kosten bei CSFB auf der Rechnung. Die CSFB war, wie berichtet, nach dem Verlustausweis einem massiven Sparprogramm mit dem Abbau von weltweit 2400 Stellen unterworfen worden.
Zukunft wird besser
Konzernweit wird langfristig ein Nettozufluss an Neugeldern von jährlich mehr als sechs Prozent erwartet. Die Eigenkapitalrendite soll 15 bis 20 Prozent betragen. Der Geschäftsbereich Financial Services – mit Private Banking, Schweizer Geschäfts- und Privatkundengeschäft sowie Winterthur-Versicherungen – soll künftig regelmässig zweistelliges Gewinnwachstum erzielen.
Im Private Banking, dem neu auch das Geschäft mit vermögenden Privatkunden in der Schweiz sowie die Aktivitäten in der Vermögensverwaltung in Europa zugeschlagen wurden, wird ein Neugeldzufluss von netto über sechs Prozent erwartet.
Bei Credit Suisse First Boston (CSFB) werden langfristig eine Gewinnmarge vor Steuern von 25 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 15 bis 20 Prozent über die Marktzyklen hinweg anvisiert.
In der Vermögensverwaltung wird ein Nettozufluss von 7,5 Prozent an Neugeldern bei Vermögen mit Verwaltungsvollmacht angestrebt. Im Bereich der Private Client Services soll der Nettoneugeldzufluss über 7,5 Prozent erwartet. Die Schweizer Börse reagierte wohlwollend auf die CSG-Einschätzung der Zukunft.
swissinfo und Agenturen
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