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Deutscher Einstieg bei BLS

Deutsche Lokführer sollen in Zukunft über die Schweizer Alpen fahren. http://www.bls.ch/unternehmen/fotos_d.html

Was seit langem geplant war, ist perfekt: die Deutsche Bahn steigt mit 20 Prozent bei der Güterverkehrstochter der BLS Lötschbergbahn ein. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Die Festigung der Partnerschaft mit der Deutschen Bahn – dem Marktführer im europäischen Güterverkehr – soll es der BLS erlauben, die Lötschberg-Simplon-Achse weiter zu entwickeln.

Plazet der Kartellorgane

Wie die beiden Bahnunternehmen BLS Cargo und DB Cargo am Montag in Bern mitteilten, müssen der Transaktion nur noch die Wettbewerbsbehörden zustimmen. Weiter soll sich der private italienische Operateur Ambrogio mit 2,3 Prozent am Kapital der BLS Cargo beteiligen.

Die Öffnung des Kapitals der BLS-Güterverkehrstochter für ausländische Aktionäre war bereits bei der rechtlichen Verselbständigung der Firma im letzten April angekündigt.

Deutsche auf Schweizer Schienen

Nach einem Jahr, in welchem die umstrittene Aufgabenteilung zwischen BLS und den Schweizer Bundesbahnen SBB das Unternehmen ziemlich auf den Kopf gestellt hat, ist die BLS offenbar auf Kurs: Der Gütertransit hat massiv zugenommen, die Personenverkehr steigt.

«Erfolgreiches Geschäftsjahr» und «bei der Infrastruktur auf Kurs», waren Stichworte, die BLS-Direktor Mathias Tromp benützte, als er Ende Mai die Bilanz präsentierte. Tromp wies im übrigen darauf hin, dass die BLS gegenwärtig 60 Lokomotivführer in Ausbildung habe: 36 deutsche Lokführer würden nach und nach auf Schweizer Strecken eingeschult, 24 Schweizer seien in Ausbildung.

SSB Cargo lehnte Übernahme-Angebot ab

Der Güterverkehr wird in ganz Europa liberalisiert, und die grossen Bahnunternehmen versuchen, die richtigen Massnahmen einzuleiten. Die SBB Cargo ist zwar bereit, mit der Deutschen Bahn zusammenzuarbeiten, aber nicht willens, ihre Selbständigkeit aufzugeben. Deshalb lehnte SBB-Cargo-Chef Daniel Nordmann dieses Jahr ein Übernahmeangebot der übermächtigen Deutschen Bahn ab.

Nordmann bekräftigte damals, die SBB wolle ihrer neu aufgegleisten Strategie für den Güterverkehr treu bleiben. Diese sieht vor, im Süden mit der FS Trenitalia und im Norden mit der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) zu kooperieren.

swissinfo

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