Europäer wollen gemeinsam gegen Flug-Verspätungen vorgehen
Die europäischen Verkehrsminister haben Massnahmen zur Vermeidung von Verspätungen im Luftverkehr verabschiedet. Diese führten bereits im Sommer zu einem Kapazitätsausbau, hiess es zu der von Bundesrat Moritz Leuenberger geleiteten Konferenz.
Die europäischen Verkehrsminister haben am Freitag (28.01.) in Brüssel Massnahmen zur Vermeidung von Verspätungen im Luftverkehr verabschiedet. Die Massnahmen führten bereits im Sommer zu einem beträchtlichen Kapazitätsausbau, hiess es zu der von Bundesrat Moritz Leuenberger geleiteten Konferenz.
Die Verkehrsminister aus den 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Zivilluftfahrt-Konferenz (ECAC) sowie die Europäische Kommission berieten Fragen der Flugsicherung in Europa, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) schrieb. Dies vor dem Hintergrund der zur Zeit in ganz Europa festzustellenden Verspätungen im Luftverkehr.
Die Konferenz habe mittel- und langfristige Massnahmen zur besseren Nutzung des Luftraums verabschiedet, wie auch ein kurzfristiges Massnahmenpaket für den kommenden Sommer. Neben diesen Massnahmen zur Kapazitätssteigerung seien auch die Grenzen des Wachstums erörtert worden.
Bundesrat Leuenberger unterstrich laut Uvek die wirtschaftliche Bedeutung eines effizienten Flugverkehrs. Er habe aber gleichzeitig festgehalten, dass es nicht Aufgabe der Verkehrsminister sei, eine grenzenlose Kapazitätserweiterung zu garantieren, wie dies die Fluggesellschaften forderten. Der Flugverkehr habe zunächst die Sicherheit zu garantieren und sich überdies an der Nachhaltigkeit zu orientieren und somit einen Interessenausgleich zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Zielen zu suchen.
SRI und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch