Fleisch- und Wursthersteller Bell hat ein schwieriges Jahr hinter sich
Der Fleisch- und Wursthersteller Bell hat ein schwieriges Jahr 1999 hinter sich. Der Unternehmensgewinn konnte nur dank dem Erlös aus Liegenschaftsverkäufen gehalten werden. Im schrumpfenden Fleischmarkt hat Bell den Marktanteil ausgebaut.
Der Fleisch- und Wursthersteller Bell hat ein schwieriges Jahr 1999 hinter sich. Der Unternehmensgewinn konnte nur dank dem Erlös aus Liegenschaftsverkäufen gehalten werden. Im schrumpfenden Fleischmarkt hat Bell den Marktanteil ausgebaut.
Der Unternehmensgewinn lag mit 31,2 Mio. Fr. auf Vorjahreshöhe. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank mit 40,4 Mio. Fr. dagegen um rund 20 Prozent. Ungünstig verlief für Bell vor allem die zweite Jahreshälfte, wie Bell-Konzernchef Adolphe Fritschi am Dienstag (07.03.) an der Bilanzmedienkonferenz in Basel sagte.
Der Umsatz von Bell stieg um 1,9 Prozent auf 1,255 Mrd. Franken. Dabei spielte aber auch das tiefere Preisniveau eine wichtige Rolle. Denn mengenmässig habe Bell deutlich zugelegt, so die Bell- Verantwortlichen: So stiegen etwa die Schlachtungen um 6,6 Prozent. Der Marktanteil von Bell erhöhte sich von 20,0 auf 21,6 Prozent.
Preishausse und Dioxin-Skandal
Im zweiten Semester sei es zu einer dramatischen Steigerung bei den Rohmaterialpreisen gekommen, sagte Fritschi: «Eine solche Hausse habe ich noch nicht erlebt.» Diese Preissteigerungen bei allen Tierarten habe nicht auf die Verbraucher überwälzt werden können.
Gelitten hat auch der gesamte Geflügelbereich, dies vor allem wegen dem Dioxin-Skandal um belgisches Pouletfleisch, der zu einem starken Rückgang des gesamten Geflügelimports führte. Auch das Inlandgeflügel litt darunter, da dieses über eine Mischrechnung von dem Importen mitfinanziert werde, sagte Finanzchef Martin Gysin.
Auch das kommende Jahr dürfte anspruchsvoll werden, sagte Fritschi. Denn die hohen Preise bei allen Tierarten werde sicher noch bis im Sommer andauern.
Wegen der Verbesserung der internen Abläufe und der Erholung des Geflügelschafts soll sich das Betriebsergebnis im laufenden Jahr dennoch verbessern. Die Dividende soll denn auch im Hinblick auf die positiven Zukunftsaussichten um 1 Fr. auf 8 Fr. erhöht werden.
swissinfo und Agenturen
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