Geberit verfehlt Ziel
Die Geberit-Gruppe hat im Jahr 2001 ihre Umsatz-Ziele nicht erreicht. Europas führender Sanitärtechnik-Konzern erzielte mit 1,165 Mrd. Franken 3,6% weniger Umsatz als im Vorjahr.
Nicht nur der Umsatz bleibe unter den Erwartungen, sondern auch der Gewinn, meldet der Schweizer Sanitärtechnik-Konzern. Probleme hatte Geberit auf dem deutschen Markt.
Etliche Kernmärkte rückläufig
Die rückläufige Umsatzentwicklung sei zusätzlich auf den im Jahresverlauf erstarkten Franken zurückzuführen. Insbesondere die Marktbedingungen in Deutschland seien schwierig gewesen. Geberit verzeichnete dort einen Umsatzrückgang um 9,1%.
Auch in Grossbritannien, einem weiteren der acht Geberit-Kernmärkte, reduzierte sich der Umsatz 1,1%. In den übrigen Kernmärkten sei hingegen ein Wachstum von 4,1 Prozent erzielt worden. Ausserhalb der Kernmärkte sei der Umsatz um 8,8 Prozent auf 133,8 Mio. Franken angestiegen.
Rückstellung
Auf der Ertragsseite werde Geberit unter den Vorjahreswerten liegen; unter anderem wegen einer Rückstellung von sechs Mio. Franken für den im vergangenen Dezember angekündigten europaweiten Stellenabbau. Im Jahr 2000 hatte Geberit mit 104,4 Mio. Franken den Gewinn annähernd verdoppelt.
Eine Trendwende sei wegen des voraussichtlich auch in diesem Jahr rückläufigen deutschen Markts nicht in Sicht, teilte der Analyst der Zürcher Kantonalbank, Georg Marti, mit.
An der Börse zog der Geberit-Aktienkurs kurz nach Handelsbeginn stark an, fiel dann unter den Eröffnungskurs von 374 Franken.
swissinfo und Agenturen
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