Holderbank auf Erfolgskurs
Der Holderbank-Konzern hat 1999 erfolgreich gewirtschaftet. Der grösste Zementproduzent der Welt steigerte Konzerngewinn und Umsatz deutlich. Dem guten Geschäftsjahr 1999 soll ein noch besseres folgen, meint Holderbank-Präsident Thomas Schmidheiny.
Der Holderbank-Konzern hat 1999 erfolgreich gewirtschaftet. Der grösste Zementproduzent der Welt steigerte Konzerngewinn und Umsatz deutlich, wie es am Donnerstag (30.03.) an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich hiess. Dem guten Geschäftsjahr 1999 soll ein noch besseres folgen.
«Wir sind für das laufende Geschäftsjahr sehr zuversichtlich gestimmt», sagte Holderbank-Präsident Thomas Schmidheiny. Die ersten Monate 2000 versprächen ein starkes Jahr. Den Grund für diesen Optimismus sieht Schmidheiny unter anderem in der Baukonjunktur, die sich global im Aufwind befindet. Zudem nimmt der Konzern in verschiedenen Regionen neue Ofenlinien in Betrieb, wodurch die Produktionskosten sinken. Holderbank baut daneben seine Geschäftstätigkeit unter anderem in Zentralamerika und der Karibik weiter aus.
Verglichen mit dem Vorjahr steigerte Holderbank 1999 den Umsatz um 8,2 Prozent auf 12,194 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn wuchs um 8,9 Prozent auf 1,706 Milliarden Franken, und der Reingewinn sprang um 16,6 Prozent auf 795 Millionen Franken. Die Holderbank-Holding weist einen um 13,2 Prozent höheren Reingewinn von 160,6 Millionen Franken aus.
Die Steigerung sei trotz Problemen in einzelnen Schwellenländern zustandegekommen. Positiv verlief das Geschäft vor allem bei einer Reihe von Konzerngesellschaften in Europa, Nordamerika und Lateinamerika. In Nordamerika führte die rege Bautätigkeit zu einem rekordhohen Zementverbrauch. Um der Nachfrage gerecht zu werden, importierte Holderbank rund 4,5 Millionen Tonnen Zement und Klinker.
Insgesamt stiegen die Zement- und Klinkerlieferungen um neun Prozent auf 74,6 Millionen Tonnen. Der Zuschlagstoffabsatz (Schotter, Kies und Sand) erhöhte sich um ein Prozent auf 84,9 Millionen Tonnen, und die Transportbetonverkäufe erreichten 21,8 Millionen Kubikmeter, eine Million Kubikmeter mehr als im Vorjahr.
Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich von 967 Millionen auf 1,111 Milliarden Franken und reflektierten insbesondere den Kapazitätsausbau in Nordamerika. Die Investitionen in Finanzanlagen gingen dagegen markant von 1,751 Milliarden auf 773 Millionen Franken zurück.
Holderbank verfolgt laut Schmidheiny weiterhin eine Strategie der schrittweisen Expansion. Übernahmen, die nur der Grösse wegen erfolgten,würden abgelehnt. Dafür sollen neue Märkte in Schwellenländern erobert werden. Viel verspricht sich der Konzern von der Entwicklung in Asien, wo erste Schritte zur Vergrösserung des Konsolidierungskreises erfolgten.
Vom guten Geschäftsjahr, das die Erwartungen der Finanzanalysten deutlich übertraf, können auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um zehn Prozent auf 22 Franken je Inhaberaktie und 4,4 Franken je Namenaktie erhöht werden.
(Bild: Das zum Holderbank-Konzern gehörende Bündner Cementwerk Untervaz BCU am Fusse des Calanda)
swissinfo und Agenturen
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