Irak: UNO ersucht die Schweiz um drittes Kontingent
Ein drittes Kontingent von Schweizer Festungswächtern soll sich auf den Weg nach Irak machen. Die UNO hat die Schweiz um logistische Unterstützung für die Mission in Bagdad ersucht.
Ein Entscheid des Bundesrats steht noch aus.
In einem Interview mit der Sonntagszeitung «Le Matin dimanche» sprach sich Generalstabschef Christophe Keckeis für einen weiteren ein- oder zweimonatigen Einsatz aus.
«Sie wollen gehen und ich bin überzeugt, dass wir sie dort vor allfälligen Kampfhandlungen notfalls auch wieder rausholen können», sagte Keckeis.
Der Bundesrat muss rasch entscheiden. Die Antwort hänge von der Entwicklung der Krise ab, sagte Roman Weissen, Sprecher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.
Die zwei ersten Kontingente unter dem Kommando von Major Michel Rossier waren im Dezember und im Januar für jeweils zwei Wochen im Irak im Einsatz gestanden. Sie hatten den Auftrag, das Hauptquartier der UNO-Waffenkontrolleure zu sanieren und diese logistisch zu unterstützen.
Schweizer Festungswächter wurden bereits zwischen 1995 und 1997 in Irak eingesetzt.
swissinfo und Agenturen
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