Kräftiger Export-Schub im Februar
Die Exporte haben dem Aussenhandel im Februar zu einem Schub verholfen. Die Importe konnten ihr hohes Wachstumsniveau halten. Die Handelsbilanz schloss im Gegensatz zum Januar mit einem Überschuss von 165 Millionen Franken.
Die Exporte haben dem Aussenhandel im Februar zu einem Schub verholfen. Die Importe konnten ihr hohes Wachstumsniveau halten, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag (23.03.) mitteilte. Die Handelsbilanz schloss im Gegensatz zum Januar mit einem Überschuss von 165 Millionen Franken.
Der Aussenhandel stand im vergangenen Monat im Zeichen einer lebhaften Entwicklung, wie das EFD schreibt. Die Exporte wurden gegenüber Februar 1999 wertmässig um 21,7 Prozent gesteigert und erreichten einen Wert von 10,340 Milliarden Franken. Arbeitstagsbereinigt betrug das Wachstum immer noch 15,9 Prozent.
Die Importe nahmen innert Jahresfrist wertmässig um 15,8 Prozent und arbeitstagsbereinigt um 10,3 Prozent zu. Ein- und ausfuhrseitig stützte sich der Wertanstieg auf eine breite Güterpalette. Über die ersten beiden Monate 2000 gerechnet erlebte der Aussenhandel ein fulminantes Wachstum, wie es weiter heisst. Die Ein- und Ausfuhren erhöhten sich wertmässig fast gleich, nämlich um 17,6 und 17,8 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 129,4 Millionen Franken aus.
Chemische Industrie als Exportleader
Exportseitig wies im Februar die Mehrheit der Branchen eine Wertzunahme von rund 20 Prozent aus. Wachstumsstärkste Branche war die Chemische Industrie mit einem Absatzplus von einem Viertel, gefolgt von der Maschinen- und Elektronikindustrie und der Uhrenindustrie. Die Exporte von Präzisionsinstrumenten und der Papier- und Grafischen Industrie, der Textilindustrie und der Nahrungs- und Genussmittelindustrie hingegen erhöhten sich nur unterdurchschnittlich.
Zweistellige Zuwachsrate bei den Importen
Bei den Einfuhren zeigten alle Gruppen mit Ausnahme der Investitionsgüter eine zweistellige Zuwachsrate. Letzteres Ergebnis ist von der Entwicklung bei den Linienflugzeugen beeinflusst: Im Berichtsmonat wurden keine importiert, im Februar 1999 dagegen für mehr als 450 Millionen Franken. Die massivste Ausweitung erlebten die Importe von Energieträgern.
Die Steigerung des Aussenhandels ist bei den Ein- und Ausfuhren dem starken Wachstum im Handel mit Schwellen- und Transformationsländern zu verdanken, aber auch mit Industrieländern wie USA und Japan. Weniger lebhaft war hingegen der Handel mit der EU. Der Handelsbilanzüberschuss von 165 Millionen Franken kam durch die Zunahme des Aktivsaldos mit den aussereuropäischen Industrieländern, den Transformations- und Schwellenländern zu Stande.
swissinfo und Agenturen
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