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Leichter Publikumsrückgang für Schweizer Fernsehen DRS

Das Schweizer Fernsehen DRS hat 1999 einen leichten Publikumsrückgang erlebt. Die neuen inländischen Sender hätten SF DRS jedoch "keine dramatischen Marktanteile gekostet", hiess es am Dienstag (25.01.) an der Jahresmedienkonferenz von SF DRS.

Das Schweizer Fernsehen DRS hat 1999 einen leichten Publikumsrückgang erlebt. Die neuen inländischen Sender hätten SF DRS jedoch «keine dramatischen Marktanteile gekostet», hiess es am Dienstag (25.01.) an der Jahresmedienkonferenz von SF DRS.

Am Hauptabend verloren die beiden SF-Kanäle gegenüber dem Vorjahr 0,3 Prozentpunkte und erreichten einen Personenmarktanteil von 42,2 Prozent. Im Ganztagesschnitt lag der Marktanteil bei 33,2 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

SF1 legte zu, SF2 büsste ein

SF1 konnte seine Position als Marktführer um 0,7 Prozentpunkte ausbauen. Am Hauptabend liegt das erste Programm von SF DRS mit einem Marktanteil von 35,6 Prozent etwa 28,5 Prozentpunkte vor seinem schärfsten Konkurrenten RTL. Der deutsche Privatsender konnte SF2 auf den dritten Platz verdrängen. SF2 erreichte einen Marktanteil von 6,6 Prozent, 1 Prozentpunkt weniger als 1998.

Die Zunahme bei SF1 erklärte Programmdirektor Adrian Marthaler mit dem grossen Interesse an aktueller Berichterstattung, zum Beispiel über Lawinen und Überschwemmungen in der Schweiz oder über Kriege im Ausland. Der Rückgang bei SF2 sei erwartet worden, sagte Marthaler. 1998 sei mit der Fussball-WM und den Olympischen Winterspielen ein sehr starkes Sportjahr gewesen.

Kinderprogramm von SF2 auf Platz 3

Gemäss der Publikumsforschung von SF DRS erreichte der Privatsender Tele24 einen Marktanteil von 2,6 Prozent. Das Schweizer Programmfenster von RTL/Pro7 kam auf 6,8 Prozent, und 2,7 Prozent Marktanteil erreichte TV3. Die beiden neuen Programme sind jedoch noch kein Jahr auf Sendung.

SF2, der im September 1997 gestartete Ergänzungskanal von SF DRS, habe sein Publikum gefunden, sagte der Programmdirektor. Das Interesse an Sendungen für Kinder und junge Erwachsene zeige eine erfreuliche Entwicklung. Mit 10,3 Prozent Marktanteil lag das Kinderprogramm auf Platz 3, und das Programm für junge Erwachsene erreichte den fünften Platz mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent.

Zielgruppe ist das ganze Publikum

Die von SF DRS ermittelten Marktanteile beziehen sich immer auf alle Altersgruppen. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich die privaten Sender in ihren Zuschauerzahlen vorzugsweise auf die Zielgruppe der «15- bis 49-jährigen». Diese Zielgruppe sei in erster Linie ein Marketingtrick der Privaten, hiess es an der Jahresmedienkonferenz von SF DRS.

Gemäss Publikumsforschung ist die Altersgruppe der über 50-jährigen aus der Sicht der Werbewirtschaft genauso interessant wie jüngere Altersgruppen. Als Service-Public-Sender sei SF DRS allerdings kein Zuschauerlieferant für die Werbewirtschaft, sagte Fernsehdirektor Peter Schellenberg.

SRI und Agenturen

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