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Lindt & Sprüngli hat süsses Jahr hinter sich

Die führende Schweizer Schokoladenherstellerin Lindt & Sprüngli ist im letzten Jahr auf Erfolgskurs geblieben. Der Konzerngewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent. Die Dividende soll erhöht werden.

Der Schokoladen-Konzern Lindt & Sprüngli hat ein süsses Jahr hinter sich. 1999 konnten Umsatz, Betriebs- und Reingewinn trotz teils schwieriger Marktbedingungen deutlich gesteigert werden. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten. Zudem wird ein Aktiensplit beantragt.

«Wir dürfen mit grosser Genugtuung feststellen, dass sich die Wachstumsphase des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt hat», sagte Lindt & Sprüngli-Pärsident Ernst Tanner am Dienstag (04.04.) an der Bilanzmedienkonferenz in Kilchberg. Dies sei erfreulich, da die Schokoladenbranche mit einem ähnlich problematischen Markt wie im Vorjahr konfrontiert gewesen sei.

In gewissen Segmenten sei seit geraumer Zeit ein ruinöser Preiskampf im Gange. Die anhaltende Konzentration und der daraus resultierende Verdrängungswettbewerb sowie Überkapazitäten stellten keine einfache Basis dar.

Trotz dieser Erschwernisse wuchs Lindt & Sprüngli auch 1999. Verglichen mit dem Vorjahr konnte der Umsatz um 7,2 Prozent auf 1,440 Mrd. Franken gesteigert werden. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 13,1 Prozent auf 130,3 Mio. Franken, der Reingewinn legte um 11,2 Prozent auf 69,7 Mio. Franken zu. Die Gewinnsteigerung führte Tanner unter anderem auf reduzierte Materialkosten und tieferePersonalkosten zurück.

Noch vor sechs Jahren erzielte Lindt & Sprüngli rund 75 Prozent des Umsatzes in den drei Ländern Deutschland, Frankreich und Schweiz. Inzwischen ist die Umsatzverteilung breiter abgestützt und Lindt & Sprüngli weniger abhängig von einzelnen Märkten.

Voraussichtlich im laufenden, spätestens im nächsten Jahr soll Nordamerika zum grössten Umsatzträger werden. 1999 konnte das in Nordamerika erzielte Resultat aus verschiedenen Gründen nicht restlos überzeugen. Unter anderem mussten Anfang Jahr wegen der strengen Lebensmittelverordnung der USA sämtliche Produkte neu etikettiert werden. Zudem erhöhten die USA Mitte Jahr die Import-Zölle auf gewisse Schokoladenprodukte aus den EU um 100 Prozent.

Höhere Dividende und Aktiensplit

Das gute Geschäftsergebnis 1999 bringt auch den Aktionären mehr Profit. Sie sollen in den Genuss einer neun Prozent höheren Dividende von 360 Franken pro Aktie beziehungsweise 36 Franken je Partizipationsschein kommen. Zudem wird der Generalversammlung die Umwandlung der Inhaber- in Namenaktien und ein Splitt der schwergewichtigen Lindt & Sprüngli-Papiere im Verhältnis eins zu fünf beantragt. Damit soll die Kapitalstruktur vereinfacht und publikumsfreundlichere Titel geschaffen werden.

Für das laufende Jahr ist der Konzern zuversichtlich. Lindt & Sprüngli will sich alsweltweit grösster Anbieter von Premium-Chocoladenprodukten weiter etablieren und überdurchschnittlich Marktanteile gewinnen. Mit einer neuen Werbestrategie soll erreicht werden, dass sich die Konsumentinnen und Konsumenten beim Gedanken an Schokolade LINDT vorstellen. Positive Auswirkungen werden vom weltweiten Konjunkturaufschwung erwartet. Damit verbunden sei ein verstärktes Qualitätsbewusstsein, die Kunden seien bereit, für qualitativ hochstehende Produkte einen entsprechenden Preis zu bezahlen.

swissinfo und Agenturen

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