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Lohnkonflikt im Bauhauptgewerbe: Baumeister nehmen Vermittlungsvorschlag an

Die Schweizer Baumeister haben den seit langem schwelenden Lohnkonflikt mit den Gewerkschaften am Mittwoch (22.03.) beendet und den Vermittlungsvorschlag der Regierung genehmigt. Am Samstag (25.03.) wird die Gewerkschaft GBI über den Vorschlag befinden.

Die Schweizer Baumeister haben den seit Monaten schwelenden Lohnkonflikt mit den Gewerkschaften am Mittwoch (22.03.) formell beendet und den Vermittlungsvorschlag der Regierung genehmigt. Der Entscheid der Delegiertenversammlung fiel mit nur einer Gegenstimme. Die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) will am kommenden Samstag (25.03.) entscheiden.

Die Baumeister werden den Mitarbeitern im Bauhauptgewerbe damit ab dem 1. Juli generell 100 Franken mehr Lohn pro Monat gewähren, wie es in der Mitteilung des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) heisst. Gleichzeitig können die Betriebe in Absprache mit den Mitarbeitern die betrieblichen Arbeitszeit im Bedarfsfall zusätzlich flexibilisieren.

Die Vertragspartner sind gemäss dem von den Baumeistern angenommenen Vermittlungsvorschlag zudem verpflichtet, über die zukünftigen Eckwerte ihrer Sozialpartnerschaft eine Grundsatzdiskussion zu führen.

Die SBV-Delegierten stimmten auch der Verlängerung des Landsesmantelvertrags bis zum 31. März 2002 zu.

Die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) nahm den Entscheid mit Genugtuung zur Kenntnis. Die Baumeister hätten eingesehen, dass das Platzenlassen des Dezember-Kompromisses für eine Lohnvereinbarung 2000 ein Fehler war, schrieb die Gewerkschaft in einer Stellungnahme.

Neben der generellen Lohnerhöhung sei den Arbeitgebern eine Zusage für einen neuen, einige Verbesserungen aufweisenden Gesamtarbeitsvertrag abgerungen worden. Dank der Mobilisierung auf den Baustellen und dem Aufbau der Streikbereitschaft für den vertragslosen Zustand sei es gelungen, eine Vereinbarung zu erwirken, die in einigen Punkten besser ausfalle, als der von den Baumeistern im Januar verworfene Kompromissvorschlag.

Über die unter Vermittlung von Wirtschaftsminister Pascal Couchepin zustande gekommenen Vereinbarung muss am kommenden Samstag noch die GBI-Berufskonferenz Bau, das eigentliche Bauarbeiterparlament, entscheiden. Ihr liegt ein Antrag auf Annahme vor. Damit zeichnet sich das definitive Ende eines langen Lohnkonflikts ab.

Die Gewerkschaften hatten ab dem 1. April mit einer landesweiten Streikwelle gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen.

swissinfo und Agenturen

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