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Mehr Lohn bei der SBB

Eisenbahngewerkschafter Ernst Leuenberger: "Immerhin etwas erreicht". Keystone

Die Schweizerischen Bundesbahnen und die Gewerkschaften haben sich am Freitagabend in Bern über die Lohnerhöhungen für das kommende Jahr geeinigt.

Die SBB werden die Lohnsumme im kommenden Jahr um 3,6% oder 79 Mio. Franken erhöhen. Das ist 0,3 Prozentpunkte mehr als ursprünglich geplant.

Dies entspreche einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 2,3%, heisst es in einer Medienmitteilung in Bern. Davon werde 1% als generelle Lohnerhöhung ausbezahlt.

Weitere durchschnittlich 1,3% – 1’000 Franken pro Person oder insgesamt 28 Mio. Franken – gingen an alle SBB- Angestellten als einmalige Abgeltung von Sondereinsätzen.

Zudem stellen die SBB 19 Mio. Franken für die individuelle Erhöhung des Erfahrungs-Anteils bei der Lohnzumessung bereit. Zuletzt hatten die SBB den Gewerkschaften eine Erhöhung der Lohnsumme um 3,3 % angeboten.

SBB zufrieden

Die SBB hätten ihr Angebot damit noch einmal erhöht, heisst es in der Medienmitteilung. Der Verzicht auf die Realisierung der negativen Leistungslohn-Komponente und der Ausbau der Besitzstand-Garantie habe zudem Mehrkosten in der Höhe von 10 Mio. Franken zur Folge. Die SBB zeigten sich erfreut über den guten Verlauf der Verhandlungen.

Gewerkschaften wenig begeistert

Die Gewerkschaften ihrerseits waren über das Verhandlungs-Ergebnis wenig begeistert. Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV), transfair und der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVÖV) sprachen in einer Medienmitteilung von einem «lustlosen Ja».

Ursprünglich hätten die Gewerkschaften mehr als 1% generelle Lohnerhöhung für jeden Mitarbeitenden gefordert, begründete SEV-Pressesprecher Peter Lauener diese Haltung. Immerhin hätte man erreicht, dass die Abgeltung für Sondereinsätze nicht individuell ausbezahlt werde, sondern allen SBB-Mitarbeitenden zugute käme.

Im Quervergleich mit anderen Lohnabschlüssen könne sich das Ergebnis aber sehen lassen, heisst es in der Medienmitteilung. Die Verhandlungs-Delegation sei zum Schluss gekommen, unter den gegebenen Umständen das Maximum erreicht zu haben.

swissinfo und Agenturen

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