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Millionenverlust für UBS in Japan

swissinfo.ch

Der UBS ist in Japan ein "enormer Fehler" unterlaufen. Der Irrtum könnte die Schweizer Grossbank mehrere Dutzend Millionen Franken kosten.

Die Sache kam so: UBS Warburg Japan hatte den Auftrag, 16 Aktien der am Freitag erstmals kotierten japanischen Werbeagentur Dentsu für einen Preis von 610’000 Yen (über 8100 Fr.) pro Einheit zu verkaufen. Menge und Preis wurden versehentlich vertauscht, so dass 610’000 Aktien zu 16 Yen (etwa 21 Rappen) angeboten wurden. Effektiv wurden 65’000 Aktien verkauft, wie es hiess.

Teurer Irrtum

Nach Angaben aus Börsenkreisen war es der UBS gelungen, unmittelbar nach dem unglücklichen Verkauf einen Teil dieser Aktien wieder zurückzukaufen. Die finanziellen Auswirkungen dieses Irrtums seien noch nicht zu beziffern, erklärte eine UBS-Sprecherin. Die Grossbank arbeite zurzeit daran, den Schaden zu minimieren.

Dieser Irrtum hat die Dentsu-Aktien bei ihrem Börsenstart von einem geschätzten Preis von 500’000 bis 600’000 Yen ins Bodenlose fallen lassen. Für die UBS stellt sich nun neben eventueller Entschädigungs-Forderungen durch Dentsu die Frage, von wem sie die billigen Aktien wieder zurückkaufen will. Laut einem Broker, der anonym bleiben will, ist kaum ein Käufer bereit, diese Aktien wieder zu verkaufen.

Kaum Verkäufer

Die Dentsu-Aktien schlossen am Freitag bei einem Kurs von 470’000 Yen. Verkäufer waren allerdings kaum am Markt. Die Dentsu- Gruppe hatte vor dem Börsengang ein öffentliches Verkaufsangebot an einheimische und ausländische Investoren zu 135’000 Yen pro Aktie gemacht.

Dabei handelte es sich um 25’000 neue sowie um 110’000 alte Aktien. Die alten Aktien wurden von den japanischen Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji sowie von der Dai-ichi Kangyo Bank (DKB) angeboten.

Die UBS-Aktie schloss am Freitag um 2,2% tiefer im Vergleich zum Vortag. Der SMI notierte bei Börsenschluss ein knappes Prozent im Minus.

swissinfo und Agenturen

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