Roche steigert Gewinn fast um einen Drittel
Der Basler Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von fast einem Drittel gemacht. Der Konzerngewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf den neuen Rekordstand von 5,8 Milliarden Franken.
Der Pharmakonzern Roche hat die Milliardenkosten in den USA wegen des illegalen Vitamin-Kartells problemlos verdaut. Für 1999 weist das Unternehmen einen Gewinnsprung von 31 Prozent auf den neuen Rekordwert von 5,8 Milliarden Franken aus und erhöht die Dividende zum 13. Mal in Serie.
Der Gewinn liegt klar über den Erwartungen der Finanzanlaysten. Wie der am Donnerstag (30.03.) veröffentlichten Konzernrechnung zu entnehmen ist, wurde der Jahresabschluss durch die Kosten des Vergleichs für die illegalen Absprachen im Vitamingeschäft in den USA belastet.
Laut Finanzchef Henri B. Meier wurden wegen der Vitamin-Affäre bisher 1,14 Milliarden US-Dollar für Busse und Sammelklage sowie 52 Millionen kanadische Dollar für eine Busse in Kanada bezahlt.
Anderseits machte Roche mit den Transaktionen der Genentech-Aktien einen ausserordentlichen Gewinn von nicht weniger als 4,5 Milliarden Franken.
Auch ohne diese Sondereinflüsse wäre der Konzerngewinn gemäss Roche um 15 Prozent gestiegen. Sowohl im operativen Geschäft wie auch bei den Finanzanlagen seien gute Ergebnisse erzielt worden. Im dominierenden Pharmageschäft wurde ein Plus von 16 Prozent beim Betriebsgewinnausgewiesen, obwohl die Einführung der neuen Produkte Xenical und Tamiflu mit einem erheblichen Aufwand verbunden war. Die Anti-Fett-Pille und das neue Grippemedikament hätten die Marktposition von Roche aber bereits verstärkt.
Der Umsatz stieg 1999, um zwölf Prozent auf 27,6 Milliarden Franken. Der Verwaltungsrat beantragt zum 13. Mal in Folge eine Dividendenerhöhung. Und zwar soll sie von 87 auf 100 Franken angehoben werden. Hinzu kommt eine Sonderdividende im Zusammenhang mit der Ausgliederung von Givaudan. Auch für das laufende Jahr ist Roche zuversichtlich und stellt ein gutes Resultat in Aussicht.
swissinfo und Agenturen
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