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SAir Group: Gewinn auf Sinkflug

Die SAir Gruppe hat 1999 auf Grund der Ertragsschwierigkeiten im Fluggeschäft weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Reingewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 24,4 Prozent auf 273 Mio. Franken.

Die SAir Gruppe hat 1999 auf Grund der Ertragsschwierigkeiten im Fluggeschäft weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Reingewinn sank gegenüber dem Vorjahr um 24,4 Prozent auf 273 Mio. Franken.

Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 8,1 Prozent auf 643 Mio. Fr. zurück und auch der Cash-Flow fiel mit 1,423 Mrd. Fr. um 7,4 Prozent tiefer aus. Zwar stieg der Umsatz konzernweit um 15,1 Prozent auf 13 Mrd. Franken, doch halbierte sich gleichzeitig die Eigenkapitalrendite auf 6,9 (Vorjahr 13,8) Prozent.

1999 trugen gemäss SAir namentlich die flugverwandten Tätigkeiten zur Kompensierung des belasteten Fluggeschäfts bei. Dadurch sei es gelungen, in einem branchenweit unbefriedigenden Geschäftsjahr ein «bemerkenswertes Ergebnis» zu erzielen, gab die SAir-Gruppe am Montag (06.03.) weiter bekannt.

Der Generalversammlung soll eine unveränderte Dividende von 4 Fr. je Namenaktie beantragt werden. Dem Personal soll als Anerkennung für den Einsatz eine Gewinnbeteiligung von 24 Mio. Fr. ausgeschüttet werden. Die Konzerngesellschaften, die über Budget gearbeitet haben, werden die Mitarbeiter zusätzlich am Erfolg beteiligen.

Kerosinpreise und Verspätungen wirken sich aus

Das Fluggeschäft der Bereiche SAirLines und SAirLogistics litt laut Communiqué unter dem zyklischen Abschwung, den hohen Treibstoffpreisen, der sogenannten Yield-Erosion sowie externen Einflüssen wie Kosovo-Krieg und Verspätungen im Luftverkehr.

So konnten bei der Swissair die Budgetziele nicht erreicht werden. Auch Balair/CTA, Sabena und Crossair blieben hinter den Erwartungen zurück.

Bei den flugverwandten Tätigkeiten (SAirServices und SAirRelations) sehen die Zahlen erfreulicher aus: Die Ergebnisse übertrafen sowohl die Vorjahreszahlen wie auch die Budgetvorgaben.

Der SAir-Personalbestand stieg 1999 um 56,6 Prozent auf 68’442 Mitarbeiter. Auch die Zahl der Verkehrsflugzeuge erhöhte sich von 142 auf 154 Stück. Das Total der Flugstunden erreichte 580’331 ( 23,5 Prozent).

Zusammenarbeit mit Thai-Airways

SAirGroup-Konzernchef Bruggisser gab weiter bekannt, dass mit Thai-Airways ein weiteres Zusammenarbeitsabkommen geschlossen worden sei. Vom späteren Frühling an würden 14 gemeinsame Flüge zwischen der Schweiz und Thailand angeboten. Bruggisser zeigte sich glücklich, dass ein weiterer Schulterschluss mit einem asiatischen Partner gelungen sei.

Zu den diesjährigen Geschäftsaussichten ausserte er sich zurückhaltend. Das Jahr 2000 habe verhalten begonnen, obwohl eine gute Konjunktur stützend wirke. Für den Verlauf des Flugeschäfts müssten aber wegen der weiter steigenden Treibstoffpreise Fragezeichen angebracht werden. Das Airline-verwandte Geschäft laufe weiterhin erfolgreich und positiv.

Früherer EU-Kommissar Van Miert im Beirat der SAirGroup

Die Schweizer Luftverkehrsholding SAirGroup holt sich weitere prominente Mitglieder in ihren internationalen Beirat. Der frühere EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert wurde neben der amerikanischen Informatik-Unternehmerin Esther Dyson für den Posten nominiert, wie der scheidende Verwaltungsratspräsident Hannes Goetz an der Bilanzmedienkonferenz vom Montag in Zürich bekannt gab. Van Miert gelte als hervorragender Kenner der Markt- und Wettbewerbsbedingungen in Europa, und Dyson verfüge über hohe Kompetenz und erstklassige Verbindungen im zukunftsträchtigen Bereich Internet/E-Commerce. Dem Beirat gehören 17 Persönlichkeiten aus sechs Staaten an.

swissinfo und Agenturen

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