Schatten über den Frühlingsmessen in Luzern und Bern
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) sowie das schlechte Wetter haben die Bilanzen der Frühlingsmessen BEA/PFERD 2001 in Bern und Luga in Luzern getrübt. Während das gute Wochenend-Wetter die Luga rettete, ging die Zahl der BEA-Besucher um zehn Prozent zurück.
Die zwei Messen, welche beide am Sonntag (29.04.) zu Ende gingen, wurden von insgesamt 385’000 Menschen besucht. Sie dauerten jeweils zehn Tage. Die BEA-Leitung bezeichnete den Rückgang als «im Rahmen». Zugesetzt habe der 50. Ausgabe der Messe die Maul- und Klauenseuche, wegen der keine Grossvieh-Präsentationen stattfanden. Diese Viehschauen sind sonst ein Publikumsmagnet der Berner Ausstellung.
Schlechtes Wetter setzte BEA zu
Dazu machte das schlechte Wetter der BEA einen Strich durch die Rechnung. Es schreckte die Besuchswilligen ab und erforderte die mehr oder weniger durchgehende Schliessung des Parkplatzes auf der Kleinen Allmend. Dies hielt nach Ansicht der Organisatoren zahlreiche Besucherinnen und Besucher ab, die eigentlich mit dem Auto hätten anreisen wollen.
Im letzten Jahr wurden rund 310 000 Eintritte gezählt. Insgesamt wurde die BEA in den 50 Jahren ihres Bestehens von fast 12 Millionen Menschen besucht.
Alternativen zu den MKS-gefährdeten Tieren
Als Alternative zu Kühen, Schafen, Schweinen und Ziegen, wurden an der 50. BEA/PFERD Hunde, Katzen und sogar Strausse gezeigt. Hauptattraktion waren aber die Pferde und das Pferdemusical «Le Prince», das seine Schweizer Erstaufführung erlebte. Die BEA ist mit rund 1000 Ausstellern eine der wichtigsten Ausstellungen der Schweiz.
Günstigere Bilanz für die Luga
Die Luga – die Zentralschweizer Erlebnismesse – kam besser weg. Trotz des misslichen Wetters besuchten mit rund 115’000 Personen etwa gleich viele Leute die Messe wie im Vorjahr. Das sonnige Abschluss-Wochenende rettete nach Angaben der Organisatoren die Bilanz.
Allein am Schluss-Sonntag wurden 18 000 Eintritte verkauft. Der Auftakt der Luga mit misslichem Wetter bei Temperaturen von ein bis zwei Grad hatte für Sorgenfalten bei den Ausstellern gesorgt. Speziellen Anklang fanden laut den Organisatoren die Ausstellungen des Gastkantons Obwalden und jene des Entlebuchs über sein Biosphären-Reservat.
swissinfo und Agenturen
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