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Swatch verzeichnet überdurchschnittliches Wachstum

Der Uhren- und Elektronikkonzern Swatch hat letztes Jahr nach eigenen Angaben ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt und gleichzeitig in allen Kerngrössen seine Rentabilität verbessert. Die Dividende soll von 21 auf 24 Prozent erhöht werden.

Nicolas Hayeks Uhren haben 1999 richtig getickt: Die Swatch-Gruppe weist mit 441 Mio. Fr. einen um 23,5 Prozent gesteigerten Konzerngewinn aus. Der Erfolg geht auf das Konto der Fertiguhren; die Uhren und -Teile-Produktion rentierte nur knapp.

Der Uhren- und Elektronikkonzern Swatch hat letztes Jahr nach eigenen Angaben ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt. Gleichzeitig wurde in allen Kerngrössen die Rentabilität verbessert. Der Generalversammlung vom 23. Mai wird vorgeschlagen, die Dividende von 21 auf 24 Prozent zu erhöhen.

Wie die Swatch-Gruppe am Donnerstag (16.03.) weiter mitteilte, stieg der Bruttoumsatz im Vorjahresvergleich um 10,9 Prozent auf 3,626 Mrd. Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um 15,6 Prozent auf 511 Mio. Franken. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite nahm von 12,4 auf 15,1 Prozent zu.

Aufgrund der Umsatzergebnisse der Monate Januar und Februar sowie den heutigen Erwartungen und Markteinschätzungen geht die Swatch-Gruppe für das erste Quartal 2000 von einem Umsatzwachstum von über 20 Prozent aus. Einige Anzeichen deuteten auf ein Wachstum für das ganze Jahr hin, das jenes von 1999 übertrifft, hiess es.

Zum Erfolg haben die Bereiche unterschiedlich beigetragen: Führend im Cash- Flow blieben die Fertiguhren; deren Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 2,729 Mrd. Franken, und deren Betriebsergebnis um 44 Prozent auf 435 Mio. Franken. Das Plus wird mit unterproportional gewachsenen indirekten Kosten und guten Strukturen erklärt.

Im Bereich Uhren, Uhrwerke und Komponentenproduktion resultiere ein Umsatz von 1,190 Mrd. Fr., was einem Minus von 4,5 Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis brach um 79,4 Prozent auf 7 Mio. Fr. ein, vor Abschreibungen und Amortisationen um 18,1 Prozent auf 140 Mio. Franken.

Als Ursache wird der Preiskampf und die Marktentwicklung der Uhrwerke der tiefsten Preislage im Absatzmarkt Honkong genannt. Zudem hätten eigene Marken der Gruppe zeitweise intensiv weltweit Lagerbestände abgebaut. Strukturen und Prozesse seien angepasst worden, sodass der Verlust des ersten Halbjahres aufgeholt wurde.

Für das laufende Jahr ist Swatch in diesem Bereich optimistisch. Besonders positiv haben sich die Luxusmarken entwickelt, vor allem durch die Akquisition von Breguet. Stark wuchsen nach Konzernangaben die Umsätze von Omega und Logines. Auch Rado hat sich von der kurzen Schwächephase des Vorjahres deutlich erholt.

Für die Zukunft verspricht sich Swatch gute Umsätze mit wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien für Mobiltelefone, welche derzeit bei der Tochter Renata entwickelt werden. Erste Umsätze werden im zweiten Halbjahr 2000 erwartet.

Zudem arbeitet Swatch seit Herbst mit dem japanischen Computerspiel-Hersteller Sega zusammen. Die Kooperation betrifft die Einbettung der drahtlosen Kommunikationstechnologie von Swatch in die jüngste Produktgeneration von Sega.

swissinfo und Agenturen

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