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Tag der Wirtschaft:Globalisierung und Wettbewerb

Der Wirtschafts-Dachverband economiesuisse verlangt am "Tag der Wirtschaft" den Beitritt der Schweiz zur UNO und klare Welthandels-Regeln. Vor den Wirtschaftsvertretern widersprach Wirtschaftsminister Pascal Couchepin dem konjunkturellen Pessimismus.

«Die Welt braucht mehr WTO im Sinne klarer Regeln zum Schutz vor Protektionismus, Diskriminierung und Willkür», sagte economiesuisse-Präsident Andres F. Leuenberger in seiner Rede. Globalisierung sei nicht das Werk böswilliger Kapitalisten, sondern in erster Linie das Ergebnis einer irreversiblen technologischen Entwicklung.

Globalisierung nutzen statt anklagen

Die Schweiz habe alles Interesse daran, sich für eine umfassende marktwirtschaftliche Welthandelsordnung unter dem Dach einer starken WTO (Welt-Handels-Organisation) einzusetzen. Weiter unterstrich der Präsident des Wirtschafts-Dachverbandes, die Bedeutung eines qualitativ guten Bildungssystems in einer globalisierten Welt. Bildung sei ein zentraler Wettbewerbsfaktor.

Laut Leuenberger ist es allemal gescheiter, die Globalisierung zu nutzen, als diese unreflektiert auf die Anklagebank zu setzen. Dazu gehöre auch die Normalisierung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der UNO durch einen längst fälligen UNO-Beitritt der Schweiz.

Couchepin fordert weiteren Reformeifer

Bundesrat Pascal Couchepin betonte in seiner Grussbotschaft, dass nach den Erfolgen der letzten Jahre der Reformeifer nicht erlahmen dürfe. Eine weitere Stärkung des Wettbewerbs komme sowohl den Unternehmen als auch den Konsumenten zugute. Eine konstante Reformpolitik sei die beste Konjunktur- und Wachstumspolitik.

Für die Zukunft der Schweizer Wirtschaft sieht Couchepin nicht schwarz. Es werde keinen konjunkturellen Einbruch geben, sondern lediglich eine Rückkehr zu einer normalen Wachstumsrate. Die erwarteten 1,5% bis 2% für 2001 und 2002 entsprächen denn auch dem langfristigen Wachstums-Potenzial der Schweiz, erklärte der Wirtschaftsminister.

swissinfo und Agenturen

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