Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Noch nie hat ein Ex-Bundespräsident für uns einen Beitrag geschrieben. Johann Schneider-Ammann tut es jetzt – als persönliche Verabschiedung von Angela Merkel.
Beste Grüsse aus Bern und bleiben Sie gesund
Zeitenwende: In Deutschland endet am Sonntag die Ära Angela Merkel. Ex-Bundesrat Johann Schneider-Ammann erinnert sich exklusiv für swissinfo.ch an sie als grosse und vor allem sehr menschliche Staatsführerin.
«Man hat das Gefühl, sie sei die ältere Schwester. Die ältere Schwester, die zu einem schaut. Die sich einem annimmt und der man gerne Informationen anvertraut.»
Der ehemalige Schweizer Wirtschaftsminister erlebte Merkel im persönlichen Umgang anlässlich von mehreren Treffen als «eine höchst gebildete, sehr bescheidene Frau, die ‚down to earth‘ ist.»
Sie sei auch stets eine gute Freundin der Schweiz gewesen, so der ehemalige Magistrat. Nur einmal hat die Schweiz ihr Unglück gebracht, wie ich mich erinnere: 2014 zog sie sich in ihren alljährlichen Ferien im Engadin bei einem Sturz beim Skilanglaufen einen Beckenbruch zu.
- «Angela Merkel war eine gute Freundin der Schweiz» – Exklusivbeitrag von Ex-Bundesrat Schneider-Ammann für swissinfo.ch.
- «Angela Merkel ist ein liebenswerter Mensch»: 2015 nahm sie die Ehrendoktorwürde der Universität Bern entgegen. Ich sprach damals mit Studierenden über ihre Eindrücke.
- Angela Merkel: Nette Worte, hart in der Sache – 2008 lag die Schweiz arg im Clinch mit Deutschland, Stichwort Fluglärmstreit. Ich schrieb damals nach einem Besuch Merkels in Bern eine Presseschau.
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Die UNO-Mitgliedsländer diskutieren an der Welternährungs-Konferenz über eine neue und gerechtere globale Landwirtschaft. Im Kampf gegen den Hunger verfängt sich auch die Schweiz in Widersprüchen.
Der Plan ist ambitioniert: Die UNO sagt dem Hunger in der Welt den Kampf an. Bis 2030 sollen alle Menschen genug zu Essen haben. Dafür will sie an der Welternährungs-Konferenz in New York die globale Produktion von Nahrungsmitteln neu aufgleisen.
Kollegin Sibilla Bondolfi hat der Schweiz genau auf die Finger geschaut. Und dabei gesehen, dass sich die Strategien einzelner Behörden teils akut widersprechen können.
Während die Entwicklungsagentur des Bundes Kleinbäuer:innen unterstützt,schützt die staatliche Wirtschaftsbehörde geistiges Eigentum.
Dies kommt etwa dem Basler Agrarkonzern Syngenta zugut, der sein patentiertes Saatgut weltweit verkaufen kann. Das aber wirkt sich zum Nachteil von Entwicklungsländern aus, insbesondere bei deren Kampf gegen Hunger und Armut.
- Klimaschutz versus Armutsbekämpfung: Die Schweiz steckt im Dilemma.
- Wie soll die Landwirtschaft von morgen aussehen? – Bericht von Sibilla Bondolfi aus ihrer Serie zum UNO-Welternährungs-Gipfel.
- Urs Niggli: «Erwartungen an UNO-Welternährungs-Gipfel sind hoch»Externer Link – der Schweizer Agrarforscher im Tagesgespräch von Radio SRF (Dialekt).
Die Schweiz und viele andere Länder kämpfen aktuell gegen die vierte Corona-Welle. Der Chef von Impfhersteller Moderna zeigt sich bei einem Besuch in der Schweiz optimistisch.
Er zählt unzweifelhaft zu den grössten Profiteuren der Pandemie: Moderna-CEO Stéphane Bancel wurde mit dem sehr schnell entwickelten Impfstoff in wenigen Monaten zum Milliardär.
Bereits im nächsten Sommer dürften alle impfwilligen Menschen der Erde geimpft sein, sagt der Franzose im Interview mit dem «Blick». Aktuell besuchte er den Firmensitz in der Schweiz in Basel.
Zwar müsse die Impfung gegen das Coronavirus vermutlich jedes Jahr erneuert werden. Doch sie könne mit der Impfung gegen Grippe und weitere Viruskrankheiten kombiniert werden. «Man bekommt einen Stich und ist gegen mehrere Viren geimpft», so Bancel.
An die Skeptiker:innen gerichtet sagt er, dass deren Angst unbegründet sei. Studien zeigten, dass der mit neuer Technik hergestellte Impfstoff nicht in die DNA eingreife.
- «Die Lebenserwartung wird spürbar steigen»Externer Link – das ganze Interview mit dem Moderna-Chef im Blick.
- Coronavirus: Die frühe Impfmüdigkeit der reichen Schweiz – Bericht von meinem Kollegen Jonas Glatthard über die tiefe Impfrate im Vergleich zum Ausland.
- Tiefe Impfquote bei Jugendlichen soll gesteigert werdenExterner Link – Videobeitrag vom Schweizer Fernsehen von Ende August.
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Heissen Sie Djordević oder Djimou und bewerben sich in der Schweiz für eine neue Stelle, haben Sie oft schon verloren. Rein nur aufgrund Ihres Namens. Oder ihres Geschlechts. Die Stadt Zürich will solche Diskriminierung verunmöglichen.
Dazu startet die grösste Stadt der Schweiz einen mehrjährigen Versuch mit anonymen Bewerbungen. Das dortige Parlament hat einen entsprechenden Beschluss gefasst.
So sollen Personalverantwortliche nur über die fachlichen Qualifikationen der Bewerber:innen Bescheid wissen.
Namen, Geschlecht, Alter oder Herkunft werden den H&R-Mitarbeitenden erst bekanntgegeben, wenn sie die Einladungen zum Bewerbungsgespräch verschicken.
Einzig die Schweizerische Volkspartei war gegen den Vorstoss.
- Stadt Zürich will Versuch mit anonymen Bewerbungen startenExterner Link.
- Arbeitsmarkt: Ethnische Diskriminierung von StellensuchendenExterner Link – Dossier von Sozialinfo.ch.
- Ungleichbehandlung im RecruitingExterner Link – Diskriminierung kann auch Raucher:innen treffen, wie die Branchenpublikation HR Today meldet.
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