Heute in der Schweiz
Liebe Schweizer:innen im Ausland
Gestern landete ich in einem Café, wo das Canapé zehn Franken kostet. Es war das einzige offene in der Basler Innenstadt. Heute hat das Mittagessen wieder nicht dort stattgefunden, wo es abgemacht war – das Restaurant hatte zu. Da blieb nur der Supermarkt.
Die Feiertage sind in der Schweiz ein verlässlicher Sonderfall. Es gilt die Ruhe zu geniessen, solange sie anhält. Auch in der Welt der Nachrichten und Informationen ist erfreulich wenig los.
Herzlich
Expert:innen stufen die Pandemie als endemisch ein – in Mitteleuropa. Für China sind die Einschätzungen düsterer.
Der mittlerweile prominente Virologe Christian Drosten sagte gestern der Zeitung «Tagesspiegel», dass die Pandemie nun in Deutschland wohl tatsächlich ihr Ende gefunden hat: «Wir erleben in diesem Winter die erste endemische Welle mit Sars-CoV-2, nach meiner Einschätzung ist damit die Pandemie vorbei.» Drosten leitet die Virologie an der Berliner Universitätsklinik, beriet während der Pandemie die deutsche Regierung und wurde im deutschsprachigen Raum mit dem öffentlich-rechtlichen Podcast «Coronavirus-Update» bekannt.
Die Einschätzung von Tanja Stadler, Biostatistik-Professorin an der ETH Zürich und Leiterin des Schweizer Corona-Beratungsgremiums, heute im grossen Interview der Tamedia-Zeitungen hat einen anderen Schwerpunkt. «Malaria ist auch endemisch», sagt sie das Risiko betonend, das in der Schweiz weiterhin von Corona ausgeht – insbesondere durch Long Covid. Zudem unterstreicht sie, wie heikel die Perspektive in China ist: «Die kommenden Monate werden für China sehr schwierig. Bisher gab es sehr wenige Fälle. Dazu kommt eine tiefe Durchimpfungsrate. Das heisst, die Leute sind sehr empfänglich für das Virus.»
- Das Interview mit Tanja Stadler lesen Sie in den Tamedia-ZeitungenExterner Link (Paywall).
- Christian Drostens Perspektiven im deutschen Tagesspiegel lesen Sie hierExterner Link.
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Luxusreisen sind bei Schweizer:innen im Hoch.
Trotz gestiegener Inflationsrate: Viele Schweizer:innen wollen es sich 2023 besonders gutgehen lassen – und können es sich anscheinend leisten.
Im Schnitt geben Schweizer Reisekund:innen «10 bis 20 Prozent mehr aus als noch vor der Pandemie«, sagt Sonja Ptassek, Sprecherin von TUI Schweiz, gegenüber den Tamedia-Zeitungen.
Weltmarktführer TUI spürt die Ausgabenfreudigkeit der Schweizer:innen nicht als einziger: In einer Umfrage des Konkurrenten Kuoni von Mitte Dezember wollen 31% der Teilnehmenden 2023 mehr für Ferien ausgeben als 2022 – und nur 21% planen sich einzuschränken.
- Den Artikel der Tamedia-Zeitungen lesen Sie hierExterner Link (Paywall).
- Die Agenturmeldung zur Kuoni-Umfrage können Sie, zum Beispiel, bei der Zeitung SüdostschweizExterner Link lesen.
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«I will kill you» – schwedischer Horror-Passagier ist verurteilt.
Die Angst vor einem Terroranschlag im Flugzeug sitzt wohl bei den meisten Menschen tief. Die NZZ berichtet heute über die Verurteilung eines schwedischen Touristen. Beim Einsteigen in eine Swiss-Maschine am Flughafen Zürich schlug und spuckte der 38-Jährige im August gegen Mitreisende und Crewmitglieder. Dabei tätigte er unter anderem die Aussagen «I will kill you.» und «I am a terrorist and you are all going to die.»
Der Mann musste die Maschine vor dem Start verlassen und zwei Tage in Haft verbringen. Nun wurde er wegen Schreckung der Bevölkerung, Tätlichkeiten, einfacher Körperverletzung und Beschimpfung zu einer bedingten Geldstrafe und 1500 Franken Busse verurteilt. Der Bericht über dieses Urteil hat auf den Sozialen Medien viele Reaktionen ausgelöst.
- Den Artikel der NZZ lesen Sie hierExterner Link (Paywall).
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