Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Heute ist Internationaler Frauentag. Und gestern beschloss das Schweizer Parlament eine historische Änderung: die Reform des Sexualstrafrechts.
Freundliche Grüsse aus Bern
Ein grosser Schritt im Sexualstrafrecht.
Am Schluss blieb der Ständerat beim «Nein heisst Nein», nahm aber eine wesentliche Forderung des «Nur Ja heisst Ja»-Lagers auf: den Tatbestand des sogenannten Freezings, der Schockstarre.
So wird berücksichtigt, dass Opfer von sexualisierter Gewalt ihr Nein manchmal nicht zum Ausdruck bringen können – Gerichte sollen künftig dies ebenfalls als Ablehnung deuten können. Die Gesetzesänderung ist noch nicht abgeschlossen, aber wird breit als klare Verbesserung gegenüber dem alten Gesetz gedeutet.
Probleme werden weiterhin bestehen bleiben, da Sexualdelikte als Vieraugendelikte schwierig zu beweisen sind. Was die Revision aber schon jetzt ausgelöst hat, ist ein gesellschaftlicher Dialog über die Art und Weise unserer sexuellen Interaktionen.
- Hier finden SieExterner Link die SRF-Analyse.
- Der Tages-Anzeiger zeigt aufExterner Link, wie die Reform des Sexualstrafrechts zustande kam. (Paywall)
- Ein spannender Artikel des Magazins «RepublikExterner Link«.
Zum Internationalen Frauentag: Ein paar Leseempfehlungen.
Das Frauenstimmrecht in der Schweiz kam sehr spät zustande. Was vergessen geht: Es gab auch weiblichen Widerstand dagegen.
- Als Frauen gegen ihre politischen Rechte politisierten – der Text von Helen James und David Eugster.
- Der lange Weg zum Frauenstimmrecht – hier finden Sie unseren Fokus.
Politikerinnen, Künstlerinnen, Sportlerinnen: Diese acht Frauen haben die Schweizer Geschichte geprägt. Eine Würdigung von SRF News.
- Hier finden SieExterner Link den Beitrag.
Schweizer Hochschulen wollen mit Kampagnen und Kursen gegen sexuelle Übergriffe vorgehen. Für viele Studierende und Mitarbeitende ist das jedoch zu wenig.
- Hier geht es zu unserem Beitrag.
«Die Inflation wird uns noch lange beschäftigen»
Das sagt Aymo Brunetti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bern und ehemaliger Chefökonom der Bundesverwaltung, im neuesten Geldcast. Im Gespräch mit Fabio Canetg erklärt er, dass unter den Ökonom:innen sich die Einsicht durchgesetzt hat, dass sich die Inflation verfestigt.
In der Schweiz stiegen die Preise zuletzt um 3,4% gegenüber dem Vorjahr, in der Eurozone um 8,5%. Damit ist die Teuerung weit entfernt vom Zielwert von 2%. Und höher als von vielen erwartet.
Wirtschaftsprognosen zu machen, sei sehr schwierig. Und man müsse sich bewusst sein: Prognosen basierten meist auf einer statistischen Fortschreibung der Vergangenheit. Zum Problem werde das, wenn etwas Unerwartetes eintritt – wie zum Beispiel eine Pandemie oder ein Krieg.
- Hier geht es zum neuesten Geldcast.
- Die wichtigsten Fragen zum Milliardenverlust der Nationalbank.
Lagerte Putins Geld in der Schweiz?
Der Chef der russischen Gazprombank in Zürich und drei Mitarbeitende stehen vor Gericht. Das Verfahren sorgt international für Schlagzeilen, steht doch im Zentrum der russische Musiker Sergej Roldugin – ein enger Freund Putins.
Die Banker werden angeklagt, ihre Sorgfaltspflicht verletzt zu haben, weil sie nicht kontrolliert haben sollen, wem die Dutzenden Millionen wirklich gehörten. Letztlich geht es um die Frage, auf welchen verschlungenen Wegen Putins Vermögen verwaltet wird. Der russische Autokrat gilt als schwerreich, obwohl er offiziell ein Einkommen von 100’000 Franken hat.
- Hier geht esExterner Link zur Übersicht von SRF News.
- Auch der Blick berichtet darüberExterner Link.
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