Das Dorf Urnäsch im Kanton Appenzell Ausserrhoden feiert zweimal Silvester: am 31. Dezember und am 13. Januar, dem Alten Silvester. Ende des 16. Jahrhunderts verweigerten die Protestanten die Kalenderreform von Papst Gregor und hielten am julianischen Kalender fest. "Silvesterchläuse" ziehen jodelnd und Schellen läutend von Hof zu Hof und wünschen ein gutes Neues Jahr.
Die Fotografin Barbara Graf Horka hat 2000 die "Chläuse" mit ihrer Kamera begleitet.
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Vom Morgengrauen bis tief in die Nacht sind die Chläuse unterwegs.
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Die Chläuse legen bis zu 10 Kilometer zurück; bei jedem Hof gibt es meist Glühwein zu trinken.
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Tausende von bunten Glasperlen zieren die fantastischen Hauben.
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Für viele Einheimische ist der 13. Januar immer noch der wichtigste Tag im Jahr.
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Die Hauben sind mit liebevoll geschnitzten und bemalten Figuren geschmückt, die Miniaturszenen aus dem Landleben darstellen.
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Die komplette Verkleidung wiegt oft mehr als 30 Kilogramm; unter den Masken verstecken sich nur Männer.
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Nach der Begrüssung der Hausbewohner formiert sich die "Schuppel", die Gruppe, zu einem Kreis, lässt die Schellen läuten und stimmt ein "Zäuerli", einen Jodel, an.
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Am Abend ziehen die Chläuse von Gaststätte zu Gaststätte.
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Die Chläuse stammen häufig aus Bauernfamilien oder aus Familien, die diesen Brauch seit Generationen feiern und die Gesänge und Rituale im Blut haben.
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