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Der Schweizer Jura hat einem Erdzeitalter seinen Namen gegeben

Felswände im Schweizer Juragebirge
Die Kalkfelsen des Juras haben auch den Namen des Erdzeitalters geprägt. Keystone / Jean-Christophe Bott

Der gleiche Name ist kein Zufall: Die Periode Jura in der Geschichte der Erde verdankt ihre Bezeichnung der Gebirgskette, die im Westen der Schweiz die Grenze zu Frankreich markiert.

Wenn man an die Schweiz denkt, denkt man an Berge. Und wenn man an die Schweizer Berge denkt, denkt man an die höchste Gebirgskette Europas, nämlich die Alpen. In der Schweiz gibt es jedoch noch andere Berge.

Obwohl weit weniger bekannt als die Alpen, stellt das Juramassiv ein echtes Symbol der Westschweiz dar und bildet zwischen den Kantonen Genf und Basel einen Bogen an der Grenze zu Frankreich.

In der Mitte des Mesozoikums

Was nur wenige wissen – auch unter jenen, die den Jura kennen – ist, dass neben dem Kanton Jura auch die geologische Periode Jura ihren Namen vom Schweizer Gebirge hat.

Die Jurazeit ist zusammen mit der Trias und der Kreidezeit eine der drei Perioden, die das Erdmittelalter bilden, das zwischen Paläozoikum und Känozoikum liegt, also vor etwa 250 bis 65 Millionen Jahren.

Der keltische Ursprung des Namens

Ihr Name erhielt diese Periode wegen der ausgedehnten Kalksteinformationen, die aus dieser Zeit stammen und genau an der Grenze zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz liegen.

Das Wort Jura, wie das Gebirge auf Deutsch genannt wird, leitet sich seinerseits von der keltischen Wurzel jor (lateinisiert zu Juria) ab, was Wald bedeutet, in Anspielung darauf, dass die Berge von Wäldern bedeckt waren.

Winterlandschaft in der Nähe von Le Brassus im Waadtländer Jura.
Winterlandschaft in der Nähe von Le Brassus im Waadtländer Jura. Keystone / Jean-Christophe Bott

Noch heute ist das Schweizer Juragebiet zu 47% von Wäldern bedeckt, während 43% von landwirtschaftlichen Flächen eingenommen werden. Nur gerade 8% der Fläche sind besiedelt.

10% der Fläche der Schweiz

Die Gebirgskette des Juras erstreckt sich nebst französischen und deutschen Gebieten in verschiedenen Kantonen der westlichen Schweiz, hauptsächlich Genf, Waadt, Neuenburg, Bern, Jura, Solothurn, Basel-Landschaft und Aargau.

Die Region grenzt zudem im Osten an das Mittelland und bedeckt 10% der Gesamtfläche der Schweiz. Zu den Füssen des Juras befinden sich einige der grössten Seen der Schweiz: der Genfersee, der Neuenburgersee und der Bielersee.

Der höchste Gipfel des Schweizer Juras befindet sich im Kanton Waadt und ist mit seinen 1679 Metern der Mont Tendre. La Dôle (1677 Meter) ist hingegen der westlichste Berg der Eidgenossenschaft, und von seinem Gipfel aus kann man den Genfersee und die Alpen bewundern.

Felswand des Creux-du-Van
Die Steilwand des Creux-du-Van. Keystone / Jean-Christophe Bott

Wenn man jedoch ein Symbol für den Schweizer Jura bestimmen will, müssen wir den Chasseral und den eindrucksvollen Creux-du-Van erwähnen. Auf 1607 Metern Höhe bildet der Chasseral eine durchgehende Erhebung, welche die Landschaft des Juras dominiert.

Von seinem Gipfel aus kann man die Freiberge, das Schweizer Mittelland und die Alpen bewundern. Der Creux-du-Van schliesslich ist ein Gletscherkessel von imposanten Ausmassen (siehe Foto oben). Seine Felswände erreichen eine Höhe von 160 Metern und bilden einen Kranz um ein Talbecken, das vier Kilometer lang und einen Kilometer breit ist.

Übertragung aus dem Italienischen mithilfe der KI Claude: Janine Gloor

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