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Coronavirus: die Situation in der Schweiz

Die Schweiz hat zu wenig getestet. Keystone / Laurent Gillieron

In der Westschweiz gehen die Ansteckungen zurück, in manchen Deutschschweizer Kantonen hingegen steigen sie immer noch exponentiell. Die Schweiz verfolgt innerhalb von Europa bei den Massnahmen einen Sonderweg.

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2020 - 15:21 publiziert
swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Neuste Entwicklungen

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  • Die zweite Welle ist wie erwartet höher und länger als die erste.
  • Die Positivitätsrate sinkt, ist aber immer noch zu hoch.
  • Die Situation in den Spitälern ist noch angespannt, bessert sich aber.
  • Es gibt verschiedene Tendenzen in den unterschiedlichen Regionen: In manchen Kantonen sinken die Ansteckungszahlen deutlich, in anderen steigen sie.
  • Die Massnahmen wirken. Allerdings sinken die Ansteckungszahlen vor allem in Kantonen, die aufgrund hoher Zahlen strengere Massnahmen kennen. In Europa ist der schweizerische "Slowdown" ein Sonderweg, viele Länder haben wieder harte Lockdowns beschlossen.
  • Das BAG hat Tipps für die Feiertage auf der Website publiziert.
  • Die vollständigen aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier, oder eine Auswahl weiter unten in diesem Text.
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Die letzten Schlagzeilen zur Pandemie

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Was ist der aktuelle Stand punkto Corona-Impfung?

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  • Die Schweiz wird gleichzeitig mit der EU und Kanada Impfstoffe erhalten. Geimpft wird erst, wenn die Impfstoffe das Zulassungsverfahren durchlaufen haben. In der Schweiz gibt es keine Notfallzulassung.
  • Ziel wäre es, dass die Impfung für alle gratis sein wird. Das verkündete Gesundheitsminister Alain Berset an einer Pressekonferenz.
  • Der Bundesrat hat beschlossen, den Kredit für die Beschaffung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus um 100 Millionen Franken aufzustocken. Damit stellt die Landesregierung nun insgesamt 400 Mio. Fr. bereit.
  • Anders als in anderen Ländern wird in der Schweiz in diesem Jahr wohl nicht mit Impfen begonnen. Laut Behörden wird es vermutlich im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 eine von Swissmedic genehmigte Impfung geben.
  • Unsicher ist auch, welcher Hersteller letztlich als erster eine Zulassung für seinen Impfstoff erhält. Die Schweiz hat Verträge abgeschlossen mit Moderna (für 4,5 Millionen Impfdosen) und Astra Zeneca (5,3 Millionen Dosen).
  • Die Hersteller Pfizer und Biontech sowie Moderna haben mit Nachrichten zu sehr aussichtsreichen Kandidaten überrascht. Die Schweiz hat laut Berset drei Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs von Pfizer/Biontech reserviert. Momentan stehe man mit den Herstellern in Verhandlungen bezüglich der genauen Konditionen. Der Wirkstoff von Pfizer/Biontech ist wie jener von Astra Zeneca bereits für ein Zulassungsverfahren bei Swissmedic registriert.
  • Der Pharmakonzern Astra Zeneca und die Universität Oxford meldeten am Montag einen Durchbruch bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs.
  • Anfangs gab es rund 100 Kandidaten für mögliche Corona-Impfungen. Deshalb versucht die Schweiz, bei verschiedenen Herstellern einen Fuss in der Türe zu haben. Die Schweiz beteiligt sich darüber hinaus an der internationalen COVAX-Initiative, ein globales Einkaufsprogramm, um bis zu 3,2 Millionen zusätzliche Impfdosen zu beschaffen.
  • Eine weitere Herausforderung der Impfkampagne wird die Logistik. Noch ist auch nicht entschieden, ob zentral in Impfzentren oder eher dezentral bei Hausärzten geimpft wird.

Welche Regeln gelten?

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Die Corona-Massnahmen gelten schweizweit. Die Kantone können aber strengere Regeln beschliessen, was einige auch getan haben.

  • Discos und Tanzlokale werden geschlossen, Bars und Restaurants haben um 23 Uhr zu schliessen. In Restaurants und Bars dürfen höchsten vier Personen an einem Tisch sitzen, ausgenommen Familien mit Kindern.
  • Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt. Ausgenommen sind Parlaments- und Gemeindeversammlungen. Weiterhin möglich sind auch politische Demonstrationen sowie Unterschriftensammlungen für Referenden und Initiativen.
  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet: Neu muss auch in den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben sowie auf Märkten eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt auch in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann. Auch in Schulen ab der Sekundarstufe II gilt neu eine Maskenpflicht. Ebenso gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz, es sei denn der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden, zum Beispiel in Einzelbüros.
  • Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zu 12 Jahren, Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können und Gäste in Restaurants und Bars, wenn sie am Tisch sitzen.
  • Seit Montag, 2. November, müssen Hochschulen zudem auf Präsenzunterricht verzichten.
  • Um eine Covid-19 Infektion festzustellen, können zusätzlich zu den bereits angewendeten Tests (PCR-Tests) ab dem 2. November 2020 auch Antigen-Schnelltests eingesetzt werden.
  • Für Einreisende aus gewissen Staaten und Gebieten gilt weiterhin eine Quarantänenpflicht. Weitere Informationen und eine Liste der Risikoländer finden Sie hier.
Kai Reusser / swissinfo.ch

Wie viele Personen sind in der Schweiz infiziert?

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Die Kurve der Corona-Neuinfektionen hat sich abgeflacht. Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unserer laufend aktualisierten Grafik. Zur Quelle: Seit dem 9. Juli stützen wir uns für die Anzahl der bestätigten Fälle wieder auf das Bundesamt für Gesundheit (BAG), da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig publizieren. Davor stammten die Zahlen von einer direkten und validierten Quelle der Kantone.

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Wie ist die Situation international?

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Wie andere Länder die Corona-Pandemie bekämpfen, können Sie in der Übersicht über die internationale Lage bei SRF News lesen.

Die folgende Grafik zeigt einen internationalen Vergleich mit absoluten Zahlen.

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Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

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Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stehen angesichts dieser Pandemie vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. In Ländern, in denen die Löhne niedrig, die Ersparnisse knapp und die öffentlichen Unterstützungsmassnahmen dürftig sind, stehen viele von ihnen vor wichtigen Entscheidungen. Deshalb gibt es Unterstützung durch den Bund: Bisher haben 56 Schweizerinnen und Schweizer in einer Notsituation Unterstützung vom Bund erhalten.

Nach Angaben des EDA wurde Sozialhilfe an 16 in Europa lebende Schweizer Bürgerinnen und Bürger gezahlt, davon 12 in Spanien. In Asien haben 14 Schweizer Staatsangehörige diese Hilfe erhalten. Weitere 10 in Südamerika, 9 in Afrika und 7 in Nordamerika.

Diese an Corona gebundene Sozialhilfe ist den individuellen Lebensbedingungen angepasst, so das EDA. Sie beläuft sich derzeit auf rund 60'000 Franken, was nur einen kleinen Teil der gesamten Sozialhilfe ausmacht, die Bern den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern gewährt. Die diesjährige Gesamtsumme beläuft sich auf 800'000 Franken. Im letzten Jahr waren es 900'000 Franken.

Damit unterstützt der Bund Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, ihre Betriebe schliessen mussten oder deren Einkommen so tief gesunken sind, dass ihre Existenz nicht mehr gesichert ist. Unterstützt wurden auch Personen, die im Tourismussektor tätig sind und deren Einkommen nicht ausreichend war.

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Schweizer Bürgerinnen und Bürger können sich an alle Schweizer Vertretungen im Ausland wenden. Die Situation in Bezug auf Reiseverbote oder -beschränkungen und andere Grenzschliessungen ändert sich von Tag zu Tag. Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

Wo finde ich mehr Informationen? 

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Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Weltgesundheits-Organisation (WHO)

Internationale Übersichtskarte
 

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