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Frauen im Bundesrat

Mit der Wahl von Elisabeth Baume-Schneider zum Mitglied der Schweizer Regierung am 7. Dezember 2022 erhöht sich die Zahl der Frauen, die in der Schweizer Regierung einen Sitz innehatten, auf zehn. Ein langsamer Prozess für die Integration von Frauen im Alpenland.

Der Schweizer Bundesstaat wurde von 1848 bis 1984 ausschliesslich von Männern regiert. Im Jahr 1984 wählte das Parlament die erste Frau in die Regierung. Nur einmal in der Geschichte der Schweiz wurden zwei Frauen gleichzeitig in die Schweizer Regierung gewählt. 2018 hat die Bundesversammlung mit Karin Keller-Sutter und Viola Amherd zum achten und neunten Mal eine Frau gewählt.

1971 wurde in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt, und doch musste die Schweizer Bevölkerung 13 weitere Jahre warten, bis eine Frau in der Landesregierung vertreten war. Mit der Wahl von Elisabeth Kopp im Jahr 1984 hatte das Warten auf die erste Frau im Bundesrat ein Ende. Dennoch geht die weibliche Vertretung nur schleppend voran.

Am 7. Dezember 2022 hat die Schweiz ihre 10. Bundesrätin erhalten: Elisabeth Baume-Schneider (SP).

Seit der Gründung des Bundesstaats im Jahr 1848 hatte die Schweiz bisher nur gerade zehn Bundesrätinnen gegenüber 111 Bundesräten. 

Der Bundesrat wird in der Schweiz von der Vereinigten Bundesversammlung gewählt. Die Wahl findet alle vier Jahre im Dezember statt. Eine Neuwahl kann zudem jederzeit nötig werden, wenn ein Bundesratsmitglied zurücktritt.

Dies is der Fall im Jahr 2022. Nach den Rücktritten von Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) und Bundesrat Ueli Maurer (SVP) mussten per Ende Jahr zwei Sitze im Bundesrat neu besetzt werden. 

Als Nachfolger von Ueli Maurer hat die Vereinigte Bundesversammlung Albert Rösti im ersten Wahlgang in den Bundesrat gewählt.

Die Ständerätin Elisabeth Baume-Schneider aus dem Kanton Jura wird im dritten Wahlgang zur Nachfolgerin von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat gewählt.

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