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«Leben im bedrohten Paradies»

Zeichnung. Bruno Manser

Das Naturmuseum Olten zeigt zur Zeit die Tagebücher des verschollenen Umwelt-Aktivisten Bruno Manser. Manser hatte jahrelang in Sarawak auf Borneo gelebt.

Unter dem Titel «Leben im bedrohten Paradies – Die Tagebücher des Bruno Manser» können sich Besucherinnen und Besucher mit Zeichnungen und Texten über das Leben des Urwaldvolks der Penan informieren. Mansers Aufzeichnungen dokumentieren seine tiefe Verbundenheit mit den Penan.

Sechs Jahre lang verbrachte der Basler Bruno Manser beim Nomandenvolk der Penan. Während dieser Zeit im tropischen Regenwald von Sarawak führte Manser Tagebuch und verfasste zahlreiche Zeichnungen und Skizzen über das Leben im Urwald und die Artenvielfalt des tropischen Regenwaldes.

Bedrohtes Nomadenvolk

Für die Ausstellung in Olten haben Vertreter des Penan-Volkes mit traditionellem Werkzeug eine einfache Wohnhütte aufgebaut. Zu sehen sind ferner Gegenstände aus dem Alltag dieses Urwald-Volkes.

Der Lebensraum und die Identität der Penan ist durch den massiven Holz-Raubbau in Sarawak stark bedroht. Die Ausstellung im Naturmuseum Olten zeigt die Hintergründe der Zerstörung des tropischen Regenwaldes auf. Zudem weist sie auf die Mitverantwortung hin, die zum Beispiel auch die Schweiz an diesem Prozess trägt.

Jahrelanger Einsatz

Bruno Manser hatte sich über Jahre hinweg für eine Holz-Deklarationspflicht in der Schweiz eingesetzt. Erfolglos. Erreicht hat er, dass fast 300 Schweizer Gemeinden sich verpflichtet haben, bei öffentlichen Bauten auf Tropenholz aus Raubbau zu verzichten.

Seit Mai 2000 ist Manser vermisst. Seine Spur verliert sich irgendwo im Urwald von Sarawak. Mehrere Such-Aktionen blieben bisher erfolglos.

Gaby Ochsenbein

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