Aids auf sehr hohem Niveau stabil
Aids scheint sich in der Schweiz auf sehr hohem Niveau stabilisiert zu haben. 2008 wird die Zahl der neu gemeldeten HIV-Diagnosen aber jene des Vorjahres übertreffen. Vor allem bei schwulen Männern konnte die Epidemie nicht gestoppt werden.
Bis zum 31. Dezember 2008 wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 766 neue HIV-Diagnosen gemeldet, wie dieses am Montag in seinem neusten Bulletin mitteilte. In den nächsten Wochen erwartet das BAG jedoch noch 20 bis 30 Nachmeldungen.
Diese 786 bis 796 neuen HIV-Fälle wären leicht mehr als im Vorjahr. 2007 infizierten sich nämlich 768 Menschen neu mit dem Virus. Die HIV-Epidemie in der Schweiz sei damit «stabil, aber auf sehr hohem Niveau», bilanziert das BAG.
Es sind namentlich Schwule, die sich schon seit einigen Jahren immer häufiger mit dem HIV-Virus anstecken und die auch zur Steigerung im vergangenen Jahr beigetragen haben. 327 HIV-Diagnosen von Schwulen wurden dem BAG bis Ende 2008 gemeldet – ziemlich genau doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren.
Dafür haben sich 2008 deutlich weniger Drogenabhängige mit HIV infiziert. 28 Fälle zählte das BAG bis Ende Jahr gegenüber deren 60 im Jahr 2007.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch