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Anklagen im Canyoning-Unglück

Das Drama im Saxetbach löste Entsetzen und Teilnahme aus. Keystone / Alessandro della Valle

Letztes Jahr starben 21 Menschen beim Canyoning-Unglück im Saxetbach im Berner Oberland. Jetzt wird gegen mehrere Personen Anklage erhoben.

Am 27. Juli 1999 kam es im Saxetbach in Wilderswil bei Interlaken zu einem Drama: Eine Canyoning-Gruppe mit 18 Touristen und ihren Führern wurde vom Hochwasser überrascht und weggerissen. Alle Touristen, die meisten aus Australien, und drei Führer wurden getötet.

Organisiert wurde die Tour durch die Firma «Adventure World», die nach dem Unfall Konkurs anmeldete. Gegen die drei Geschäftsführer und mehrere Angestellte des Trendsportanbieters, darunter den fünf überlebenden Guides, wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Laut Angaben der Nachrichtenagentur SDA werden sich acht Personen vor dem Gericht in Interlaken verantworten müssen.

Untersuchungsbehörden: «No Comment»

Untersuchungsrichter Martin Trapp bestätigte gegenüber swissinfo, dass Anklage erhoben werde, wollte aber nicht sagen, wie viele Leute vorgeladen werden. Stattdessen verwies er auf eine Pressekonferenz am kommenden Mittwoch (01.11.).

An dieser Pressekonferenz will Trapp die Ereignisse Rekapitulieren, die Ergebnisse der Voruntersuchung präsentieren und diese begründen. Absolut keine Fragen werde er beantworten. Dies begründet er damit, dass dem Gerichtsverfahren nicht vorgegriffen werden soll.

Australien zufrieden

Der australische Konsul in der Schweiz, Malcolm Kelly, sagte gegenüber swissinfo, dass er während des Verfahrens präsent sein werde um die Angehörigen der Toten zu unterstützen. Die australischen Behörden zeigten sich zufrieden mit der Voruntersuchung.

Der Anwalt der Familien der australischen Opfer war am Freitagabend (27.10.) nicht zu erreichen.

swissinfo und Agenturen

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