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Gesundheits-Personal kündigt Aktionstage an

Immer wieder, wie hier im Mai in Zürich, macht das Pflegepersonal in der Schweiz auf die vermeintlich schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam. Keystone

Niedrige Löhne, hohe Arbeitsbelastung, geringe Wertschätzung: Das Gesundheitspersonal hat genug und geht wieder auf die Strasse. Für den Herbst sind weitere Aktionen geplant, wie an einer Medienkonferenz des vpod am Freitag (29.09.) zu erfahren war.

Den Aktionen des Gesundheits-Personals in verschiedenen Kantonen vom Frühling und Sommer folgen im Herbst weitere. Unerträglich sei die Situation geworden, hiess es beim Schweizerischen Verband des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD). Die Beschäftigten in Spitälern, psychiatrischen Kliniken und Heimen seien lohnmässig immer noch schlechter gestellt, als andere Angestellte mit gleicher Ausbildungsdauer und Erfahrung.

Lohnstopps und die Sparschraube in vielen Kantonen verschärfen die Lage. Im Kanton Bern etwa wurden seit 1989 insgesamt 1000 Betten abgebaut. In den verbleibenden Betten wurden in den Regionalspitälern 17 Prozent mehr Patienten pro Bett versorgt – und zwar von 14 Prozent weniger Personal, wie VPOD-Sekretärin Bettina Dauwalder erklärte.

In der übrigen Schweiz ist die Situation nicht anders. Mehrfach wurde betont, dass den Institutionen das überlastete, ausgebrannte und frustrierte Personal davonläuft – was den Druck auf die noch Verbleibenden erhöht. Neben dem Personal sind die zu Pflegenden die Leidtragenden.

Warnstreiks nicht ausgeschlossen

Deshalb will der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) den Unmut des Gesundheitspersonal in die Öffentlichkeit tragen. Dabei seien Warnstreiks nicht auszuschliessen, hiess es.

swissinfo und Agenturen

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