Jagdstatistik 1999: Wildbestand praktisch unverändert
Im Frühling 1999 lebten in der Schweiz rund 126'000 Rehe, 90'000 Gämsen und 23'000 Rothirsche. Damit hat sich der Wildbestand im Vergleich zu 1998 kaum verändert. Einzig bei den Gämsen ging der Bestand in fast allen Kantonen zurück.
Wie der am Samstag (23.09.) veröffentlichten eidgenössischen Jagdstatistik der Eidgenössischen Forstdirektion beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) weiter zu entnehmen ist, wurden im vergangenen Jahr 37’300 Rehe, 16’800 Gämsen und 6’300 Rothirsche erlegt – leicht weniger als 1998. Opfer von Luchsen wurden 1999 ein Rothirsch, 102 Gämsen und 245 Rehe.
Weitaus die meisten Tiere des erfassten Schalenwilds fielen der Jagd zum Opfer, gefolgt von den natürlichen Ursachen und von Unfällen. Von Autos oder Zügen überfahren wurden 9’111 Rehe, 426 Rothirsche und 50 Gämsen.
Fuchs häufigstes Jagdtier
Weitaus am häufigsten erlegten die Jäger 1999 Füchse (40’700 Abschüsse). Der Abschuss von Füchsen, der zwischen 1985 bis 1995 stark zugenommen hatte, stabilisierte sich nach Angaben des Buwal inzwischen wieder.
Hund als grosser Beutegreifer
Hunde rissen im vergangenen Jahr acht Rothirsche, zehn Gämsen und 902 Rehe. Die Beute der Luchse ist dagegen relativ gering. Das Buwal zählte bei Rothirsch, Gämse, Reh und Steinbock 349 Luchsrisse, wobei nur je ein Rothirsch und ein Steinbock Beute der Raubkatze wurden. Wildernde Hunde rissen keinen Steinbock.
Jagdbanngebiete sorgen für Nachwuchs
Im weiteren weist die Forstdirektion auf die Bedeutung der 41 Eidgenössischen Jagdbanngebiete hin. Diese im 19. Jahrhundert geschaffenen Schutzräume erlauben es den Tieren, sich unbeeinträchtigt zu vermehren. Die steigende Wilddichte sorgt für Abwanderungsdruck in Gebiete, wo die Jagd erlaubt ist.
Bei der Einführung der Banngebiete waren Steinbock und Rothirsch in der Schweiz ausgerottet. Gämsen und Rehe gab es nur noch in kleinen Restbeständen. Heute leben auf den rund 1’500 Quadratkilometern Banngebiet 3’750 Steinböcke, 1’600 Rothirsche und 12’000 Gämsen. Dabei ist der Nationalpark nicht mitgezählt.
Um Schäden in den Schutzwäldern in Grenzen zu halten, werden in den Banngebieten regelmässig Regulationsabschüsse vorgenommen.
swissinfo und Agenturen
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