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Jugendverbände fordern Kinder-Förderungsgesetz

Kinder und Jugendliche sollen ihre Anliegen direkter vorbringen können. Keystone

Die Interessen von Kindern und Jugendlichen sollen in der Politik besser vertreten werden. Dies verlangt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV).

Die heutige Schweizer Kinder- und Jugendpolitik sei verzettelt und unkoordiniert, heisst es in der Mitteilung der SAJV. Wer heute an eidgenössische Ämter mit Kinder- und Jugendanliegen gelange, klopfe an die Türe von mindestens acht Stellen.

Bessere Koordination

Es fehle an der Koordination und an der klaren Zuständigkeit. Die Bundesverfassung verpflichte die Eidgenossenschaft zur Förderung und zum Schutz der Kinder und Jugendlichen. Gestützt auf diesen Auftrag müssten Bundesrat und Parlament nun ein Rahmengesetz schaffen, das diesen Auftrag umsetze.

Büro für Kinder- und Jugendfragen

Verlangt wird zudem ein eidgenössisches Büro für Kinder- und Jugendfragen, das Informations-, Koordinations- und Betreuungs-Aufgaben wahrnimmt und die nationale Kinder- und Jugendpolitik aktiv mitgestaltet. Kinder und Jugendliche müssten an den Diskussionen und Beschlussfassungen dieses Büros beteiligt werden.

Laut SAJV genügen die heutigen 100 Stellenprozente des eidgenössischen Jugendbeauftragten nicht. Nach dem Vorbild des bestehenden Jugendförderungs-Gesetzes und der Eidgenössischen Kommission für Jugendfragen (EKJ) brauche es ein Kinderförderungs-Gesetz und eine Eidgenössische Kommission für Kinderfragen. Klare Aufträge müssten auch den Kantonen erteilt werden.

Kinder- und Jugendförderung dürften zudem nicht miteinander vermischt werden. Jugendliche würden anders angesprochen als Kinder. Weiter müsse der Bund die Forschung zu kinder- und jugendrelevanten Themen fördern.

swissinfo und Agenturen

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