Kantonsfusionen sollen nicht gefördert werden
Die Grosse Parlamentskammer sagt Nein zur Forderung, Zusammenschlüsse der Kantone zu fördern. Kantone seien keine Wirtschafts-Unternehmen, sondern historisch gewachsene Gebilde, die man nicht einfach fusionieren könne.
Die Initiative der Grünen Partei verlangte, dass der Bund Gebietsreformen der Kantone finanziell und organisatorisch fördert. Das Ziel wäre eine Schweiz, mit nur noch sechs bis zwölf Kantonen, statt wie heute 26.
In der Schweiz gebe es 26 verschiedene Lösungen für Alles. Mit weniger Kantonen wäre mehr Demokratie möglich. Die Mehrheit der Ständeräte vertrete nur noch 20 Prozent der Bevölkerung. Appenzell Innerrhoden beispielsweise sei mit 15’000 Einwohnern 80 mal kleiner als der Kanton Zürich. Der habe mehr Beamte als die Appenzeller Einwohner.
Eine Fusion müsste von den Kantonen selbst eingeleitet werden, befand die Ratsmehrheit. Kantone könnten nicht einfach wie Wirtschaftsunternehmen fusioniert werden. Jeder Kanton habe seine spezifische, historisch gewachsene Identität.
swissinfo und Agenturen
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