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Luxor-Opfer erhalten 4,5 Mio. Franken

78 vom Luxor-Attentat Betroffenen sind vom Luxor-Fonds insgesamt 4,5 Mio. Franken zugesprochen worden. 114 Personen hatten ein Entschädigungsgesuch für den von Reiseveranstaltern und Versicherern dotierten Fonds eingereicht.

In drei Fällen liegt die Entschädigung in der Grössenordnung von je rund 400’000 Franken, wie Luzius Mader, Vizedirektor vom Bundesamt für Justiz (BJ), am Freitag (15.09.) vor den Medien erklärte. Im übrigen bewegen sich die Zahlungen zwischen 20’000 und 30’000 Franken. Einzelne erhalten jedoch auch weniger als 1000 Franken.

Beim Attentat vor dem Hatschepsut-Tempel bei Luxor in Ägypten wurden am 17. November 1997 58 Touristinnen und Touristen getötet, darunter 36 aus der Schweiz. Zahlreiche Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Den Überfall verübte ein Killerkommando der moslemischen Terror-Organisation «Gamaa al Islamija».

Der Luxor-Fonds kommt nun für Schäden auf, die weder durch Sozial- und Privatversicherungen noch durch das Opferhilfegesetz gedeckt sind. Der Fonds wurde im Dezember 1999 von den zwei betroffenen Veranstaltern Hotelplan und Imholz, acht Privatversicherern, 127 Geschädigten, der Schweizer Unfallversicherung SUVA, der bundesstaatlichen Altersvorsorge AHV/IV und 16 Kantonen vereinbart.

Ursprünglich 10,8 Mio. gefordert

Das Zustandekommen des Vergleichs erleichtert hat der Verzicht von Sozialversicherern und Kantonen auf grosse Teile ihrer Rückgriffsforderungen. Die Privatversicherer verzichteten vollständig auf Regressnahme. Die Opfer hatten laut Mader ursprünglich 10,8 Mio. eingefordert.

swissinfo und Agenturen

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