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Mehr Sport gefordert

Bundespräsident Samuel Schmid (links), Adolf Ogi (rechts) und Boris Becker in Magglingen. Keystone

In Magglingen ist die zweite Konferenz für Sport und Entwicklung zu Ende gegangen. Sport soll weltweit Bildung und Gesundheit fördern.

Die Tagung bildet den Abschluss des internationalen UNO-Jahres des Sportes.

Zum Abschluss der 2. Magglingen Konferenz für Sport und Entwicklung wurde der «Call to Action 2005» verabschiedet. Mit dem Aufruf soll das Vermächtnis des zu Ende gehenden Internationalen Jahres des Sports und der Sporterziehung weiter geführt und verstärkt werden.

Sport soll in den nächsten Jahren gezielt und aktiv genutzt werden, um weltweit die Qualität von Bildung und Gesundheit zu verbessern, Armut zu reduzieren und Frieden und Toleranz zu fördern.

Hochkarätige Teilnehmer

Zu den Besonderheiten der Konferenz zählte, dass sie Akteure aus allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen zusammenbrachte. So war der Sport ebenso vertreten wie die Politik, multilaterale Organisationen, Entwicklungs-Agenturen, Wirtschaft, Wissenschaft und die Medien.

Neben Sportstars wie dem mehrfachen Wimbledon-Sieger Boris Becker, der kenianischen Langstreckenläuferin Tegla Loroupe, dem viermaligen Olympiasieger im Eisschnelllauf, Johann Olav Koss, nahm auch die Hürdenläuferin und erste moslemischen Olympiasiegerin, Nawal El-Moutawakel teil. Ferner zahlreiche Minister, darunter der russische Sportminister und ehemalige Eishockeystar Wjatscheslav Fetisov.

10-Punkte-Programm

Adolf Ogi, UNO-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, mahnte zu Taten: «Die Konferenz hat viel Gutes hervorgebracht. Das Feuer brennt. Es darf nie mehr ausgehen.»

Als Zeichen für dieses Feuer soll der Aufruf «Call to Action» gelten. Das zehn Punkte umfassende Papier sieht vor, dass Sport genutzt wird, um Erziehung, Gesundheit, Entwicklung und Frieden zu fördern.

Ogi weiter als Flaggschiff

Der frühere Schweizer Bundespräsident hat versprochen, weiter mit Enthusiasmus zu Werke zu gehen: «Ich werde meine Arbeit weiterführen und viele Projekte besuchen. Ich werde auch an die grossen internationalen Sportverbände und den privaten Sektor appellieren, sich künftig finanziell stärker in Projekten für Entwicklung und Frieden zu engagieren.»

Auch Walter Fust, Chef der Schweizer Entwicklungs-Agentur DEZA, war zufrieden: «Die Konferenz ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer weltweiten Partnerschaft für Sport und Entwicklung. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir tun noch nicht genug.»

Insgesamt waren in diesen Tagen rund 420 Teilnehmer aus 69 Ländern und mehr als 60 Medienvertreter im kleinen Dorf oberhalb von Biel.

Fust konnte zudem auch den nächsten Termin bekannt geben: «Wir werden uns im Oktober 2008 wieder in Magglingen treffen.» Die Konferenz werde dann unter dem Motto «Sharing Results and Validating Impacts» (Evaluation) stehen.

swissinfo und Agenturen

Die 2. Magglingen Konferenz fand vom 4.- 6. Dezember statt.

420 Personen aus 69 Ländern nahmen teil.

Adolf Ogis UNO-Mandat läuft bis Ende 2006.

Die Schweizer Regierung hat für die Jahre 2005 und 2006 für Ogis Mandat 410’000 Franken gesprochen.

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