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OL: EM-Silber für Simone Luder

Simone Luder holte am letzten Tag der EM in der Ukraine die erhoffte Medaille. Keystone

Simone Luder ist ihrer Repuation an den Orientierungslauf- Europameisterschaften in Truskawets (Ukr) doch noch gerecht geworden: Im Kurzdistanz-Wettbewerb kam die 22-jährige Bernerin am Dienstag (04.07.) hinter Jenny Johansson (Sd) auf den zweiten Platz.

Bei den Männern wurde Thomas Bührer (Zürich) Achter. Klassisch- Europameister Walentin Nowikow (Russ) holte auch über die Kurzdistanz Gold.

Nur einen Tag nach dem verunglückten Klassisch-Lauf, bei dem sie nur 19. geworden war, sah die Welt für Simone Luder in der Kurzdistanz-Prüfung wieder rosig aus. Mit lediglich 27 Sekunden Rückstand auf die junge Schwedin Johansson wurde die Juniorinnen- Weltmeisterin von 1997 Zweite.

Auf sicher gegangen

Unerwartet kam diese Leistung für die Nummer 1 im Schweizer Team nicht. Das ganze Frühjahr hatte sie mit guten Leistungen aufgewartet. Vor den EM hatte die Schweizer Nacht-OL-Meisterin bei den grossen Staffel-Wettbewerben mit guten Leistungen brilliert; bei der EM-Staffel am letzten Freitag (30.06.), als die Schweiz auf Rang 4 kam, hatte sie auf dem zweiten Abschnitt Bestzeit erzielt.

Brigitte Wolf enttäuschend

Nicht mehr rund lief es der Klassisch-EM-Zweiten Brigitte Wolf (Brig), die sich mit Rang 41 bescheiden musste: «Mir tat alles weh, und der Kopf war leer», sagte die 33-Jährige, die schon mit einem schlechten Gefühl an den Start gegangen war. Käthi Widler (Zürich) als 13. und Barbara Schulthess (Wetzikon) als 16. schlugen sich achtbar.

Nur Bührer genügte

Bei den Männern genügte nur Thomas Bührer als Achter. Nach dem 5. Rang am Vortag, nur 15 Sekunden neben der Bronzemedaille, fehlten dem 32-jährigen gebürtigen Aargauer am Dienstag über die Kurzdistanz lediglich 15 Sekunden zu einem Diplomplatz (Ränge 1-6). Bührer war der mit Abstand beste Schweizer. Als nächstbester wurde Christoph Schilter (Boll) 31.

Dominiert wurde die letzte EM- Konkurrenz wiederum vom Russen Nowikow, der sich vor dem früheren Weltmeister Juri Omeltschenko durchsetzte. Tore Sandvik (No) rettete als Dritter die Ehre der Skandinavier.

Positive Schweizer Bilanz

«Mit Gold und zweimal Silber haben wir viel besser als erwartet abgeschnitten», sagte der Schweizer Cheftrainer Nik Suter. «Die Schwächen haben wir aber auch erkannt. Besonders in den Kurzdistanz- Prüfungen wartet uns noch viel Arbeit.»

Die Schweizer Delegation war an den 3. EM, den ersten der Neuzeit, ähnlich erfolgreich wie an den zweiten und dannzumal vorläufig letzten EM 1964 in Le Brassus. Damals, bei nur einer Einzeldisziplin, wurde Margrit Thommen Europameisterin, Alex Schwager holte Silber und die Frauen- Staffel mit Thommen/Balesta/von Salis wurde Zweite.

swissinfo und Agenturen

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