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Sensationelle Leistungvon Urs Imboden

Urs Imboden brillierte vor allem im zweiten Lauf. Keystone

Der 25-jährige Bündner fuhr einen glänzenden zweiten Lauf im Slalom von Park City und verbesserte sich vom 30. auf den 5. Platz. Der Österreicher Heinz Schilchegger ging überraschend als Sieger hervor. Michael von Grünigen belegte den 14. Platz.

Der bereits 27-jährige Österreicher Heinz Schilchegger errang am Sonntagabend (19.11.) beim Weltcup-Slalom in Park City einen nie erwarteten Sieg: Mit Startnummer 35 verwies der bisher nur als Riesenslalom Spezialist bekannte Salzburger den nach dem ersten Lauf führenden Landsmann Mario Matt auf Platz 2. Aber auch die Schweizer hatten ihren Überraschungsmann: Urs Imboden fuhr im zweiten Durchgang vom 30. auf den 5. Schlussrang. Michael von Grünigen wurde 14.

Didier Plaschy und Marco Casanova, die nominell besten Schweizer Slalomfahrer, fielen schon im ersten Lauf aus, doch für sie sprang der bereits 25-jährige Bündner Urs Imboden völlig unerwartet in die Bresche. Nach dem ersten Durchgang deutete indes noch wenig auf den Exploit des Mannes aus St. Maria hin: Als 30. und Letzter hatte sich Imboden ganz knapp für den 2. Lauf qualifiziert. Der 31. lag nur drei Hundertstel zurück.

Imboden brilliert im zweiten Lauf

Doch dann nutzte Imboden die Gunst der Stunde und den grossen Vorteil, den zweiten Lauf eröffnen zu dürfen. Imboden legte auf der noch intakten Piste eine Bestzeit vor, an der sich einer nach dem anderen vergeblich versuchte. Erst der Norweger Hans-Petter Buraas, der 7. bei Halbzeit, konnte Imbodens Marke knacken. Am Ende war der 5. Schlussrang Tatsache und damit ein Rekord: Eine solche Verbesserung ist bei den Männern noch niemandem gelungen. Benjamin Raich (Ö) war vorletzte Saison in Schladming vom 23. auf den 1. Rang vorgefahren, aber 25 Ränge wie jetzt Imboden hat noch nie jemand gutgemacht. Bei den Frauen ist die Bestmarke seit letztem Winter aber noch leicht besser: Karin Köllerer war im Slalom von Lienz vom 30. auf den 3. Platz vorgestürmt.

Imboden hatte bisher erst zweimal den Sprung unter die besten 20 geschafft: Letzte Saison in Wengen, wo er mit Startnummer 42 auf den 13. Platz kam, und in Chamonix als 20. (mit Startnummer 49). In Park City hatte er mit Nummer 51 antreten müssen. «Genial», jubelte Imboden, der auf diese Saison von Rossignol zu Völkl gewechselt hat, «im ersten Lauf hatte ich natürlich wahnsinnig Glück, dass ich 30. blieb. Dann aber konnte ich zeigen, was ich drauf habe. Der untere Teil des zweiten Laufes war wohl das Beste, was mir je gelungen ist.»

Überraschender Heinz Schilchegger

Heinz Schilchegger überraschte ähnlich wie Imboden. Der mit der 35 gestartete Salzburger gewann mit der dritthöchsten Nummer, die je zum Sieg führte. Von noch weiter hinten kamen bisher erst der gestrige Zweite Mario Matt (letzten Winter in Kitzbühel mit Nummer 47) und der Italiener Piero Gross (1972 in Madonna mit der 42). Schilchegger hatte im Slalom einen 8. Rang als Bestresultat, realisiert im Januar 1998 in Kitzbühel. Im Riesenslalom stand er schon dreimal als Dritter auf dem Podest.

Michael von Grünigen machte deutlich, dass er mit seinen neuen Fischer-Ski auch im Slalom wieder besser fahren kann. Im ersten Lauf setzte sich der Berner Oberländer mit Nummer 31 auf den 9. Platz, wonach er im zweiten noch um fünf Ränge zurückfiel. Gleichwohl verdrängte er Hermann Maier um acht Punkte von der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung.

Mit einem Sieg war Didier Plaschy letzten Winter in Beaver Creek zur Saison gestartet, aber in Park City kam der Walliser nicht ins Ziel. Für ihn ist das nichts Aussergewöhnliches. Im Vorwinter fiel er in 11 Rennen 7 Mal aus. Was ihn trösten wird: Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag Plaschy trotz fehlerhafter Fahrt nicht weit zurück.

swissinfo und Agenturen

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