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SpannendesEishockey-Wochenende

HC Davos gewinnt gegen La Chaux-de-Fonds in der Davoser Eishalle. Keystone

Nach der ersten Wochenend-Doppelrunde der Saison und fast der Hälfte der Qualifikation (21 von 44 Runden) kriegt die Tabelle der Eishockey-Meisterschaft Konturen. An der Tabellenspitze kann nur Davos (2.) mit den ZSC Lions (1.) und Lugano (3.) mithalten.

Schon vor der Doppelrunde stand fest, dass die ZSC Lions Leader bleiben würden, obwohl der Meister nur einmal im Einsatz stand. Der ZSC musste sich am Samstagabend in Langnau mit einem 3:3 begnügen, obwohl Pat Lebeau mit seinem zweiten Tor im Spiel die Zürcher in der 55. Minute 3:2 in Führung gebracht hatte. Neininger mit seinem ersten Saisontor glich 85 Sekunden später aber aus. Immerhin blieben die Lions zum neunten Mal hintereinander auswärts unbesiegt, was die mit Abstand längste Serie der Klubgeschichte ist.

Erfolgreicher Kevin Miller

Langnaus Punktgewinn gegen den Meister war lediglich eine von zahlreichen Überraschungen. Für die «Story» des Weekends sorgten indes Kevin Miller und der HC Davos. Am Samstagvormittag erwirkte der HCD für den für acht Spiele suspendierten Amerikaner doch noch die Spielberechtigung, indem er bei Einzelrichter Tännler geltend machte, noch neues Beweismaterial einbringen zu wollen. Miller war die grosse Figur bei den Davoser Siegen in Ambri (6:2) und gegen La Chaux-de-Fonds (8:1). Am Samstag war er der Vorbereiter für Sturmkollege Lonny Bohonos (3 Tore), am Sonntag gegen La Chaux-de-Fonds erzielte er fünf Tore, unter anderem alle bis zum 3:0 nach 16 Minuten. Seit Andrej Chomutow im September 1993 (bei Ambri – Fribourg 6:7) hat in der NLA kein Spieler mehr fünf Tore erzielt.

Mit weisser Weste überstanden das Wochenende neben Davos nur Lugano (6:4 in Zug und 3:1 gegen Langnau) und Rapperswil. Die St. Galler gewannen erstmals in der Nationalliga A sieben Spiele hintereinander. Das 4:1 am Samstag gegen Chur vor 5’050 Zuschauern (Gratiseintritt auf den Stehplätzen) war noch «normal», am Sonntag doppelte das Team von Jewgeni Popischin und Colin Muller aber mit 5:3 in Kloten nach.

Mike Richard mit seinem ersten Hattrick seit zwei Jahren war im Schluefweg der entscheidende Akteur. Kloten ging zwar nach einem 0:2-Rückstand 101 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels 3:2 in Führung, Richard sorgte mit einer Tordoublette innerhalb von 57 Sekunden noch vor der zweiten Pause für die zweite (und letzte) Wende.

Rapperswil rückt vor

In der Tabelle rückte Rapperswil auf Platz 4 vor. Historisch? Nein! Vor fünf Jahren, in ihrer zweiten NLA-Saison, standen die Rapperswiler bis nach der 19. Runde und Ende November an der Tabellenspitze. Damals beendeten sie die Qualifikation auf dem vierten Platz, verloren dann aber in den Playoff-Viertelfinals gegen Ambri.
Platz 4 scheint für Rapperswil (26 Punkte) trotz der Topform auch diesmal die Maxime zu sein. Denn auch die auf den ersten drei Plätzen klassierten Teams strotzen derzeit vor Stärke. Die ZSC Lions (32 Punkte) haben drei Punkte Vorsprung auf Davos, das zwei Partien weniger ausgetragen hat und damit nach Verlustpunkten Leader ist. Und Lugano, das nach elf Runden noch unter dem Strich und auf Platz 9 lag, liegt nach Verlustpunkten ebenfalls schon gleichauf mit den Lions. Lugano gewann am Samstag 6:4 in Zug und ist seit sieben Auswärtsspielen unbesiegt, wobei es vor zwei Wochen auch das Prestigeduell beim ZSC gewonnen hat. Zwölf Jahre ist es her, dass Lugano letztmals auswärts so effizient spielte.

Erhöhter Druck auf Langnau, Fribourg und Zug

Im Kampf am Strich hat sich der Druck auf Langnau und Fribourg erhöht. Die Emmentaler als Neunte liegen vier Punkte hinter Zug (7.) und Bern (8.) zurück; Fribourg-Gottéron fehlen sogar schon sieben Punkte bis zu Platz 8. Die Freiburger, die diese Woche Greg Parks als vierten Ausländer verpflichten werden, verpassten am Samstag gegen Bern in einem Direktduell einen wichtigen Punkt. Nach einer 2:0-Führung musste das Team von Serge Pelletier am Ende gar mit dem 3:3-Remis zufrieden sein. Jean-Yves Roy erzielte den Ausgleich erst 117 Sekunden vor Schluss und erst noch in Unterzahl!

Unter Druck geraten sind nicht nur Langnau und Fribourg, sondern auch der mit hohen Erwartungen in die Saison gestartete EV Zug. Die Zuger wurden (ebenso wie Ambri und La Chaux-de-Fonds) in beiden Spielen besiegt und haben sieben der letzten neun Partien verloren. Nur gegen Langnau und La Chaux-de-Fonds gab es während dieser Spanne (glanzlose) Heimsiege. Das 1:4 am Sonntag in Chur war Zugs erste Niederlage gegen diesen Gegner in der NLA und ein neuer Tiefpunkt unter Trainer Peloffy.

swissinfo und Agenturen

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