Sydney 2000: Keine Medaille und kein Diplom für die Schweizer Radprofis
Das deutsche Team Telekom hat dem olympischen Strassenrennen den Stempel aufgedrückt: Der Olympia-Sieg ging an Jan Ullrich, Silber und Bronze an zwei weitere Telekom-Fahrer. Die hoch eingeschätzten Schweizer enttäuschten auf der ganzen Linie.
Olympiasieger wurde der 26-jährige Jan Ullrich, der seinen Teamgefährten Andreas Klöden und Alexander Winokurow zwei Kilometer vor dem Ziel davon fuhr und seinen grössten Erfolg nach dem Gesamtsieg in der Tour de France 1997 feierte. Silber ging an den Kasachen Winokurow, Bronze holte Ullrichs Landsmann Klöden.
Als bester Schweizer landete Markus Zberg in einem ersten Verfolgerfeld mit einem Rückstand von 1:38 Minuten auf Platz 21. Ex-Weltmeister Oscar Camenzind belegte mit dem gleichen Rückstand den 37. Rang. Routinier Mauro Gianetti wurde (ebenfalls 1:38 zurück) 54.
Lange tat sich im 240 Kilometer langen Rennen sehr wenig. Als aber das Trio aus dem Telekom-Team das Zepter in die Hand nahm, war die Entscheidung bereits gefallen. Gut 25 Kilometer vor dem Ziel verabschiedeten sich in der drittletzten Steigung Ullrich, Klöden und Winokurow vom Feld.
Bis ins Ziel bekamen die Verfolger die Telekom-Übermacht nicht mehr zu Gesicht. Das Feld mit Alex Zülle und Gianetti an der Spitze nahm die letzte Runde (20 km) schon mit fast anderthalb Minuten in Angriff.
swissinfo und Agenturen
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