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Sydney 2000: Schweizer scheiterten im Springreiten

Beste Schweizer im olympischen Einzel-Springreiten: Beat Mändli und Pozitano auf Rang neun. Keystone

Willi Melligers ehemaliger Bereiter Jeroen Dubbeldam mit De Sjiem liess sich vor seinem holländischen Landsmann Albert Voorn mit Lando und dem sensationellen Saudi-Araber Khaled al Eid mit Khashm al Aan nach dem Stechen die Goldmedaille umhängen.

Die Schweizer konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Beat Mändli wurde an seinem 31. Geburtstag mit seinem Rheinländer Wallach Pozitano nach einem makellosen zweiten Umgang Neunter und verbesserte sich gegenüber Atlanta um zwei Ränge.

Willi Melliger wurde mit Calvaro nach zwei Fehlern in der entscheidenden zweiten Runde Zehnter.

Markus Fuchs verzichtete mit Tinka’s Boy nach drei Missgeschicken im ersten Umgang zur Schonung seines Hengstes auf die zweite Runde und beendete das Championat als 30.

Es war nicht der Tag der Schweizer, die drei Tage zuvor Silber im Team gewonnen und damit die primäre Zielsetzung erreicht hatten. «Pferde sind eben keine Maschinen», meinte Equipenchef Martin Walther. «So brutal kann Sport sein. Auch Pessoas Missgeschick war nicht vorauszusehen. Es tut mir auch für ihn leid».

Der Weltranglistenerste schied mit seinem Fuchs-Hengst Baloubet du Rouet, der ihn dreimal zum Weltcupsieg getragen hatte, nach drei Refus vor der Oxer-Doppelkombination des zweiten Umgangs aus. Der Brasilianer startete wie 1996 am Weltcupfinal in Genf mit Tomboy aus der Pole-Position, konnte aber seine grosse Chance nicht nutzen. Mit Olympiagold vor Augen scheiterte Pessoa bereits am ersten Hindernis und musste dann nach drei Verweigerungen eliminiert werden.

Die Schweizer konnten die spannende Entscheidung bei heftigem Wind, der mehrmals mehrere Hindernisse umwarf, nur am Rande und passiv mitverfolgen. «Calvaro war leer und hatte keine Kraftreserven mehr», meinte Willi Melliger enttäuscht, der seit drei Tagen über heftige Kopfschmerzen klagte. Mändlis Pozitano blieb in der letzten Linie des ersten Umgangs stehen. «Er glaubte am Ende des Parcours zu sein», erklärte Mändli. Und Fuchs haderte: «Zunächst hatten wir keinen Zug auf den Wassergraben, dann verlor ich nach der Triple Barre die Zügel. Alles ging schief. Ich hatte mir so viel erhofft. Unser Sport ist oft unberechenbar».

swissinfo und Agenturen

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