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Sydney 2000: Silber für Pistolenschützen Michel Ansermet

Michel Ansermet hat sich mit einer Silbermedaille für die Olympia-Teilnahme bedankt. Keystone

Nur dank einer Wild Card konnte der Obwaldner Schnellfeuer-Pistolenschütze Michel Ansermet in Sydney starten, und nun sicherte er der Schweiz die erste Olympia-Medaille der Schützen seit 1984, als Daniel Nipkow in Los Angeles ebenfalls Silber gewann.

Im Final musste sich der 35-jährige Ansermet aus Alpnach-Dorf einzig vom Russen Sergej Alfirenko bezwingen lassen, der allerdings mit einem Vorsprung von 1,5 Punkten relativ souverän gewann.

Ebenfalls 1,5 Punkte betrug zuletzt Ansermets Reserve auf den drittplatzierten Rumänen Iulian Raicea. Raicea hätte dem Schweizer die Silbermedaille streitig machen können, doch unterlief ihm in der zweiten Finalserie ein Fehlschuss von 7,4 Punkten, während Ansermets schlechtester Finalschuss noch 8,7 Punkte eintrug.

Michel Ansermet hatte den Startplatz in Sydney nicht auf dem üblichen Weg mit einem Quotenplatz erreicht, sondern hatte aus dem Kontingent für Härtefälle vom internationalen Schützenverband eine Wild Card bekommen, weil er mehrfach an Weltcups und internationalen Titelkämpfen im Final gestanden war.

Olympia-Medaillen waren in letzte Zeit für die Schweizer Schützen rar geworden. Vor Daniel Nipkows zweitem Platz von 1984 muss man weitere 16 Jahre zurückblicken, um auf die vorletzte Medaille zu stossen, die Kurt Müller 1968 als Dritter in Mexico-City errungen hatte.

Der zweifache Olympiasieger Ralf Schumann aus Deutschland steigerte sich nach dem verpatzten ersten Tag gewaltig, doch reichte es ihm lediglich noch zu einem Vorstoss auf Rang 5. Im Final selber erreichte Ansermet hinter Alfirenko und Schumann das drittbeste Resultat.

swissinfo und Agenturen

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