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Tessiner an der Spitze der zwei grössten Schweizer Gewerkschaften

Renzo Ambrosetti, neuer SMUV-Präsident (links) und Vasco Pedrina, er bleibt Chef bei der GBI. Keystone

Wahlentscheide bei den beiden grossen Gewerkschaften. Der Nachfolger von SMUV-Präsidentin Christiane Brunner heisst Renzo Ambrosetti. Er wurde am Kongress in Freiburg gewählt. Vasco Pedrina bleibt Zentralpräsident der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI).

Die Delegierten der beiden grössten Schweizer Gewerkschaften SMUV und GBI trafen sich in Freiburg und Luzern zu «parallelen» Kongressen. Dabei standen am Samstag (28.10.) Wahlen an.

Der Nachfolger von SMUV-Präsidentin Christiane Brunner heisst Renzo Ambrosetti. In Freiburg wurde er mit 123 Stimmen gewählt.

Der zweite Anwärter auf das Amt, André Daguet, erhielt 106 Stimmen. Mit Ambrosetti sprachen sich die Delegierten für einen traditionellen Gewerkschafter aus. Daguet gilt als Anhänger der Gewerkschafts-Fusion mit GBI.

Renzo Ambrosetti blickt auf eine lange Gewerkschaftskarriere zurück. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Zürich trat der 1953 geborene Tessiner 1978 in den Dienst der Gewerkschaft Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen (SMUV). Zuerst war er Gewerkschaftssekretär und später Regionalsekretär im Tessin. Seit 1994 ist er in der Geschäftsleitung.

GBI bestätigt Pedrina

Vasco Pedrina bleibt Zentralpräsident der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI). Am Kongress in Luzern wurde Pedrina klar in seinem Amt bestätigt. Trotz der in vergangener Zeit laut gewordenen Kritik an seiner Arbeit sprach sich die grosse Mehrheit (176 von 226 möglichen Stimmen) der Kongress-Delegierten für den Tessiner aus. Auch bei der Wahl der Geschäftsleitung vermochte sich der oppositionelle Flügel nicht durchzusetzen.

Regierungsmitlieder an den Kongressen

In Luzern sprach Bundesrätin Ruth Dreifuss. Die Schweizer Innenministerin kritisierte die jüngsten Entscheide des Bundesgerichts zur Lohngleichheit der Frauen scharf. Sie sprach von einem nicht annehmbaren Rückschlag. Das oberste Schweizer Gericht wies kürzlich eine Klage einer Lehrerin für psychiatrische Krankenpflege aus St. Gallen ab. Die Lehrerin verlangte, dass sie gleich viel Lohn erhalte wie Berufsschul-Lehrer.

Couchepin für starke Gewerkschaften

Der Bundesrat sprach sich in seiner Rede dafür aus, dass der Staat zurückhaltend in die Wirtschaft eingreife. Er soll die Regeln «des wirtschaftlichen Spiels» definieren, die Ausbildung für jeden und jede gewährleisten sowie für die Sicherheit des Landes sorgen. Gemäss seinem Staatsverständnis wünsche er sich Gewerkschaften, die sowohl längerfristig planten, als auch kurzfristig zu Gunsten ihrer Mitglieder handeln könnten.

swissinfo und Agenturen

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