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Burma: Aung San Suu Kyi aus Hausarrest entlassen

Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist am Samstag aus dem Hausarrest entlassen worden. "Sie ist nun frei", sagte ein Vertreter der Militärregierung. Die Schweiz begrüsst die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin und verlangt, dass diese sich frei äussern kann.

Tausende Anhänger feierten die 65-Jährige vor ihrem Haus in Rangun. Polizisten entfernten Absperrungen rund um das Haus, wie Reporter vor Ort berichteten.

«Lang lebe Suu Kyi», skandierten die Anhänger begeistert. Die Dissidentin zeigte sich wenig später am Tor ihres Hauses. Sie winkte lächelnd ihren Anhängern zu und sagte, das Volk müsse geschlossen zusammenarbeiten. «Nur so können wir unser Ziel zu erreichen.»

Die Politikerin ist seit einem Studentenaufstand 1988 politisch aktiv und fordert Demokratie für das seit vom Militär regierte Burma. Dafür hat das Militär sie insgesamt 15 Jahre eingesperrt. Sie störe den Frieden im Land, werfen ihr die Machthaber vor. 1991 war Suu Kyi mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Suu Kyi durfte nicht an den Parlamentswahlen am vergangenen Wochenende teilnehmen. Ihre Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte die vorherigen Wahlen vor 20 Jahren gewonnen, die Militärführung des südostasiatischen Landes erkannte den Sieg jedoch nie an.

Unter zahlreichen anderen Ländern hat auch die Schweiz die Freilassung San Suu Kyis begrüsst. Die Schweiz erwarte nun, dass Suu Kyi die Menschen- und Bürgerrechte gewährt würden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Dazu zähle die Meinungsäusserungs-, Versammlungs- und Bewegungsfreiheit ohne Einschränkungen, forderte das EDA. In den Gefängnissen Burmas befänden sich weiterhin mindestens 2100 politische Gefangene in Haft. Die Schweiz appelliere «einmal mehr» an die Regierung von Burma, dass diese Häftlinge ebenfalls umgehend freigelassen würden.

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