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Ausschaffungsflüge werden wieder aufgenommen

Der Ausschaffungshäftling, der am 17. März kurz vor der Rückführung nach Nigeria auf dem Flughafen Zürich starb, litt laut Utopsiebericht an einer schweren Herzkrankheit. Nachdem die Todesursache bekannt ist, werden die seither eingestellten Zwangsausschaffungen mittels Sonderflügen im Juli wieder aufgenommen.

Im Juli ist ein solcher Transport «in den afrikanischen Raum» geplant. Wann genau der Flug stattfindet und in welches afrikanische Land dieser führt, wollte Michael Glauser, Sprecher des Bundesamtes für Migration (BFM), auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht bekannt geben. Nigeria sei nicht das Ziel, denn die Ausschaffungsflüge in dieses Land blieben vorerst eingestellt.

Die nigerianischen Behörden müssen gemäss dem BFM-Sprecher zuerst über die Hintergründe des Todes des Nigerianers vom 17. März auf dem Flughafen Zürich informiert werden. Dazu will sich BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond persönlich ins westafrikanische Land begeben.

Die Abklärungen über die Todesursache des Nigerianers sind gemäss
Angaben der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich inzwischen
abgeschlossen. Laut einem Obduktionsgutachten des Instituts für
Rechtsmedizin der Universität Zürich bestand beim Verstorbenen eine
«schwerwiegende Vorerkrankung des Herzens».

Diese war nicht bekannt und ist – so das Gutachten – zu Lebzeiten praktisch nicht diagnostizierbar. Zum Tod des 29-Jährigen beigetragen haben laut Obduktionsbericht auch der vorausgegangene Hungerstreik und ein akuter Erregungszustand, in welchem sich der Verstorbene im Rahmen der versuchten Ausschaffung befand.

Das Bundesamt für Migration hatte nach der Einstellung der Flüge den Kantonen ein Massnahmenpaket zur Verbesserung der Sicherheit bei Zwangsausschaffungen unterbreitet.

swissinfo.ch und Agenturen

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