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Fragezeichen zur Zukunft der Basler Zeitung

Zu den Turbulenzen um die "Basler Zeitung" hat sich auch der Basler Regierungspräsident Guy Morin geäussert. Es gehe die Angst um, dass "italienische Verhältnisse Einzug halten", sagte er in Interviews in der Sonntagspresse zu den Protesten in der Region.

Die Proteste seien Ausdruck der starken Identifikation der Bevölkerung mit der Zeitung, erklärte Morin (Grüne) in einem Interview in der NZZ am Sonntag. Die Entscheide der Eigentümer Tito Tettamanti und Martin Wagner der letzten Wochen und Monate hätten indes nicht dazu beigetragen, das Vertrauen in die publizistische Unabhängigkeit der BaZ zu stärken.

«Uns wurde gesagt, man wolle eine eigenständige Zeitung aus Basel erhalten», führte Morin zudem in der SonntagsZeitung aus. Doch man habe den Firmensitz nach Zug verlegt, ein Beratermandat an einen alt Bundesrat und SVP-Vizepräsidenten (Christoph Blocher) vergeben, der in Basel stark polarisiere, und dessen Biografen aus Zürich (Markus Somm) zum Chefredaktor gewählt.

Gegen den unternehmerischen Entscheid, ein Beratermandat zu vergeben, sei nichts einzuwenden. Er verstehe aber die vielen Menschen, die sich fragten, ob das noch eine Zeitung für Basler sei, sagte Morin. Er verstehe auch die Reaktion der BaZ-Redaktion.

In den Interviews verwies Morin zudem auf die Bedeutung der Grenzgänger und der EU für Basel. Basel und seine Wirtschaft bräuchten Offenheit, und es brauche eine Zeitung, die diese Offenheit vertrete und weitertrage, erklärte er in der NZZ am Sonntag.

In der SonntagsZeitung sagte Morin zudem, dass die BaZ auch die Zeitung für viele Menschen bis weit nach Südbaden und ins Elsass sei. Diese seien «vor den Kopf gestossen, wenn die BaZ neuerdings eine sehr kritische Haltung zur EU einnimmt».

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